XETRA-SCHLUSS/DAX löst sich weiter von 16.000er-Marke - Siemens Energy im freien Fall


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FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag mit Abgaben geschlossen. Der DAX verlor 1,0 Prozent auf 15.830 Punkte, im Tief stand der Index bei 15.733 Punkten. Belastend wirkten Wachstumssorgen. Das Wachstum in der Eurozone ist im Juni fast zum Stillstand gekommen. Der Sammelindex für die Aktivität in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleistung zusammen - verringerte sich auf 50,3 Punkte von 52,8 im Vormonat und liegt damit nur noch knapp über der Expansionsschwelle (50). Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel im Kontraktionsbereich weiter zurück auf 43,6 von 44,8. Noch bedenklicher ist die Entwicklung des Dienstleistungssektors, wo es auf 52,4 von 55,1 abwärts ging.

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Die Einkaufsmanagerindizes aus den USA unterstrichen die globalen Rezessionssorgen. Der Service-Index ist im Juni auf 54,1 gefallen, blieb damit aber über der Schätzung von 53,8. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe fiel auf 46,3 zurück und entfernte sich damit weiter von der Expansionsschwelle von 50. Erwartet worden war eine Lesung von 49,0. Die schwachen Konjunkturdaten befeuerten die Spekulation, dass das Zinshoch erreicht sein könnte, und es nun allmählich eher in Richtung Zinssenkungen gehen könnte. Die Renditen an den Anleihemärkten gerieten unter Druck, was auch die Bankenwerte im DAX belastete: Commerzbank verloren 5,9 Prozent und Deutsche Bank 1,5 Prozent.

Probleme bei Gamesa nehmen kein Ende

Bei Siemens Energy reißen die Probleme bei der inzwischen komplett übernommenen spanischen Windkrafttochter Gamesa nicht ab. Analysten sprachen von der bereits fünften Warnung in zweieinhalb Jahren.

Wegen unerwartet hoher Kosten im Zusammenhang mit Qualitätsproblemen hat die Siemens-Tochter ihre Ergebnisprognose für das Gesamtjahr zurückgezogen. Mögliche qualitätsbezogene Maßnahmen und damit verbundene Kosten könnten sich auf über 1 Milliarde Euro summieren, hieß es. An den Umsatzprognosen und Annahmen für die Geschäftsfelder Gas Services, Grid Technologies und Transformation of Industry hält Siemens Energy aber fest. Die Aktie brach um 37,3 Prozent ein, Siemens verbilligten sich um 2,2 Prozent.

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Für die Aktie von SMA Solar ging es dagegen um 16,5 Prozent nach oben. Das Unternehmen erhöhte nach unerwartet guten Zahlen im zweiten Quartal erneut die Jahresprognose und erwartet nun einen Jahresumsatz von 1,70 bis 1,85 statt wie bisher 1,45 bis 1,6 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn (EBITDA) von 230 bis 270 statt 135 bis 175 Millionen Euro. Für das noch laufende zweite Quartal kündigte SMA Solar einen Umsatz von voraussichtlich 400 bis 410 (Vorjahr: 251) Millionen Euro und ein EBITDA von voraussichtlich 60 bis 70 (Vorjahr: 1) Millionen Euro an. Schon nach den ersten drei Monaten hatte SMA Solar die Erwartungen nach oben angepasst.

Hornbach gewannen 1,9 Prozent. Die Baumarktkette hat in ihrem ersten Quartal zwar unter dem kalten und regnerischen Wetter in Kontinentaleuropa zum Start der Gartensaison gelitten, was Umsatz und Gewinn gedrückt hat. Den Ausblick auf das Gesamtjahr hat Hornbach aber bekräftigt.

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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD

DAX 15.829,94 -1,0% +13,69%

DAX-Future 15.959,00 -0,9% +12,44%

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XDAX 15.833,94 -1,0% +14,16%

MDAX 26.789,76 -0,4% +6,66%

TecDAX 3.152,64 -0,3% +7,93%

SDAX 13.185,64 -1,0% +10,56%

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 134,23 +145

Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag

DAX 16 23 1 3.635,0 109,6 65,9

MDAX 17 32 1 518,5 23,4 20,2

TecDAX 9 21 0 761,7 22,3 19,3

SDAX 21 47 2 86,6 10,8 12,9

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

June 23, 2023 11:47 ET (15:47 GMT)

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