XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - Fed, EZB und US-BIP sorgen für Kursfeuerwerk


Werte in diesem Artikel
Aktien

45.02 EUR 2.02 EUR 4.70 %

37.62 EUR 0.62 EUR 1.68 %

30.94 EUR 0.09 EUR 0.29 %

165.85 EUR 0.45 EUR 0.27 %

73.40 EUR 2.59 EUR 3.66 %

43.91 EUR -0.47 EUR -1.06 %

3.40 EUR 0.00 EUR 0.0 %

33.70 EUR -0.98 EUR -2.83 %

73.40 EUR -1.55 EUR -2.07 %

Indizes

25,118.27 EUR 220.82 EUR 0.89 %

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag sehr fest geschlossen. Der DAX gewann 1,7 Prozent auf 16.406 Punkte und schloss damit nur knapp unter dem Allzeithoch von 16.427. Nach der US-Notenbank am Vorabend erhöhte die EZB wie erwartet die Leitzinsen um 25 Basispunkte und unterstrich, dass zukünftige Zinsentscheidungen datenabhängig sein würden. Mit Blick auf die Anleihekäufe der EZB, hieß es, dass die Reinvestitionen unter dem PEPP-Programm bis mindestens Ende 2024 fortgesetzt würden. Die EZB merkte allerdings an, dass bei den Reinvestitionen ein flexibles Vorgehen möglich sei. Von einer Tempoerhöhung bei der quantitativen Straffung war keine Rede.

Werbung

Stützend wirkten auch freundliche US-Daten. Mit plus 2,4 Prozent wuchs die US-Wirtschaft im zweiten Quartal viel stärker als die erwarteten 2 Prozent. Auch der Auftragseingang langlebiger US-Wirtschaftsgüter fiel viel besser als erwartet aus. Zugleich blieben die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unter den Erwartungen. Die Daten unterstrichen das Bild einer soliden Verfassung der US-Wirtschaft. Das passte zu den Aussagen von Fed-Präsident Jerome Powell vom Vorabend: die US-Notenbank prognostiziere keine Rezession mehr, was an der Börse sehr positiv aufgenommen wurde.

Empfindlich reagierten Bankentitel auf die Entscheidung der EZB, dass künftig keine Zinsen mehr auf bei der EZB gelagerten Mindestreserven gezahlt werden sollen. "Die neue Regel bedeutet automatisch weniger Einnahmen für die Banken, da sie das als Mindestreserve hinterlegte Geld nicht gleichzeitig anderweitig anlegen können. Es liegt nun unverzinst bei der Zentralbank. Das soll dem Markt weitere Liquidität entziehen und die Wirksamkeit der geldpolitischen Straffung unterstützen", hieß es bei CMC. Deutsche Bank fielen 3,3 Prozent und Commerzbank 1,1 Prozent.

Aus dem Automobilsektor legten Mercedes-Benz und VW Geschäftszahlen vor. Mercedes-Benz (+4%) erhöhte dank eines guten zweiten Quartals die Jahresprognose leicht. RBC-Analyst Tom Narayan wertete dies positiv. Er hob die Margenstärke hervor, die bei Cars mit 13,5 über dem Konsens von 13,2 Prozent gelegen habe und bei Vans sogar mit 15,5 deutlich über dem Konsens von 14,6 Prozent.

Werbung

VW mit Rückschlägen bei der Wettbewerbspositionierung

Mit Verlusten von 2,1 Prozent reagierten dagegen VW auf die Geschäftszahlen. Die Verkäufe dieses Jahr sollen zwischen 9 und 9,5 Millionen Fahrzeugen liegen - bisher wurden rund 9,5 Millionen erwartet. Das kam an der Börse nicht gut an. Bei Bernstein hieß es, die Zweitquartalsergebnisse machten deutlich, in welch schwieriger Lage sich das Management befinde. Die bisherige Strategie sei gescheitert und wiederholte Verzögerungen hätten zu erheblichen Rückschlägen bei der Wettbewerbspositionierung geführt - besonders gut sichtbar in China.

Heidelberg Materials (+5,1%) hat im zweiten Quartal trotz rückläufiger Absatzmengen einen deutlich höheren operativen Gewinn eingefahren als im Vorjahr. Der Baustoffkonzern profitierte von starken Preiserhöhungen bei einer gleichzeitigen Entspannung der Energiekosten. Die Prognose für das Gesamtjahr erhöhte der DAX-Konzern.

Infineon schlossen 5,6 Prozent fester. Die Aktie wurde gestützt von positiven Sektorvorgaben. Samsung glaubt, dass das Schlimmste für den globalen Speicherchipmarkt wohl überstanden sei. Nach einem erhöhten Ausblick haussierten Aixtron gleich mit Aufschlägen von 12,4 Prozent.

Werbung

Gute Geschäftszahlen und ein positiver Ausblick von JCDecaux stützten den Sektor. "Tendenziell scheint die ganze Werbebranche doch besser zu laufen als befürchtet", kommentierte ein Händler. Ströer gewannen 1,8 Prozent und Prosiebensat1 8,3 Prozent.

===

INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD

DAX 16.406,03 +1,7% +17,83%

DAX-Future 16.509,00 +1,8% +16,31%

XDAX 16.424,33 +1,8% +18,42%

MDAX 28.780,00 +1,8% +14,58%

TecDAX 3.317,10 +2,6% +13,56%

SDAX 13.737,45 +0,5% +15,19%

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 133,14% -7

Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag

DAX 32 8 0 4.575,5 99,1 78,9

MDAX 41 9 0 578,4 24,6 19,8

TecDAX 22 7 1 1.028,6 28,1 20,6

SDAX 44 24 2 130,7 10,6 8,9

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

July 27, 2023 11:52 ET (15:52 GMT)

Aktuelle Infineon Aktie News

Werbung

Infineon Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Infineon nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
DatumRatingAnalyst
03.07.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
02.07.26 Infineon Neutral UBS AG
02.07.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG
29.06.26 Infineon Outperform Bernstein Research