OpenAI unter Druck: ChatGPT-Wachstum bleibt hinter Erwartungen zurück - Milliardenpläne in Gefahr?
OpenAI verfehlt interne Wachstumsziele und steht zugleich wegen seiner hohen Investitionspläne im KI-Geschäft und steigender Konkurrenz unter Druck.
Werte in diesem Artikel
• ChatGPT verfehlt interne Wachstumsziele
• Finanzchefin warnt vor möglichen Finanzierungsproblemen bei Rechenzentren
• Hohe Investitionen treffen auf starken Wettbewerb durch Google und Anthropic
OpenAI verfehlt interne Ziele bei Umsatz- und Nutzerwachstum
Wie das Portal Investing unter Bezugnahme auf einen Bericht des Wall Street Journals vom Montag berichtet, hat OpenAI kürzlich mehrere interne Zielvorgaben sowohl bei der Nutzerentwicklung als auch beim Umsatz verfehlt, wodurch nun Fragen bezüglich der Finanzierung der umfangreichen Investitionspläne des Unternehmens aufkommen. Demnach konnte OpenAI das interne Ziel nicht erreichen, bis Ende 2025 eine Milliarde wöchentlich aktive Nutzer für den Chatbot ChatGPT zu gewinnen. Auch bei mehreren monatlichen Umsatzzielen blieb das Unternehmen im laufenden Jahr hinter den Erwartungen zurück.
Sorgen um Finanzierung künftiger Infrastruktur
Finanzchefin Sarah Friar habe dem WSJ-Artikel zufolge gegenüber Führungskräften des Unternehmens geäußert, dass Bedenken bestehen, ob OpenAI zukünftige Verträge für Rechenzentren noch finanzieren könne, falls die Umsätze nicht deutlich schneller steigen. Auch der Vorstand von OpenAI habe Angaben des Wall Street Journals zufolge die jüngsten Vereinbarungen im Bereich Rechenzentren kritisch geprüft, berichtet Investing weiter. Dabei wurden insbesondere die Bestrebungen von CEO Sam Altman hinterfragt, trotz rückläufiger Umsätze weitere Rechenkapazitäten zu sichern.
Massive Investitionszusagen und wachsender Wettbewerb
Schon im Februar sprach CNBC davon, dass OpenAI im vergangenen Jahr eine Reihe umfangreicher Vereinbarungen getroffen hat, die sich auf rund 600 Milliarden US-Dollar für den Aufbau von Rechenzentren belaufen. Parallel dazu hat sich der Wettbewerb im KI-Sektor spürbar intensiviert, insbesondere durch Anbieter wie Anthropic und Google, deren Modelle in Bezug auf ihre Leistungsfähigkeit mit OpenAI konkurrieren können oder sogar als überlegen eingestuft werden, heißt es weiter.
Blick auf möglichen Börsengang
Die wirtschaftlichen Herausforderungen treffen OpenAI in einer Phase, in der das Unternehmen offenbar auf einen möglichen Börsengang zusteuert, der bis Ende des Jahres erwartet wird. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen bemühen sich Friar und weitere Führungskräfte demnach um strengere Kostenkontrolle sowie eine stärkere Ausrichtung auf betriebswirtschaftliche Disziplin, berichtet Investing unter Verweis auf Angaben des Wall Street Journals weiter.
Svenja Polonyi, Redaktion finanzen.net
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