Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe-Verlängerung


BEIRUT/TEL AVIV (dpa-AFX) - Nach der Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat die israelische Armee in der Nacht im Südlibanon zwei Mitglieder der Miliz getötet. Beide seien bei einem Angriff auf ein Haus in dem Ort Tulin ums Leben gekommen, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israels Militär teilte am Vormittag mit, der Angriff sei als Reaktion auf Raketenbeschuss der vom Iran unterstützten Hisbollah erfolgt.

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Die israelische Armee sagte, sie habe militärische Anlagen der Miliz in Tulin sowie in einem weiteren südlibanesischen Ort ins Visier genommen. Die Hisbollah habe diese für Angriffe genutzt. Israel darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.

Die libanesische Regierung ist keine aktive Kriegspartei in dem aktuellen Konflikt. Sie will den Einfluss der Hisbollah im Land eindämmen. Die Hisbollah ist gegen die Verhandlungen mit Israel. Im Libanon reagierten die Menschen Augenzeugen zufolge mit einer vorsichtigen Erleichterung auf die Ankündigung der Waffenruhe-Verlängerung. Viele fürchten demnach, dass sich beide Seiten nicht an das Abkommen halten könnten./wh/DP/stk

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