Bund erlöste mit grünen Anleihen 11,5 Milliarden Euro
BERLIN (Dow Jones)--Der Bund hat im vergangenen Jahr 11,5 Milliarden Euro mit der Ausgabe von grünen Bundeswertpapieren eingespielt. Das geht aus dem ersten Allokationsbericht für die 2020 begebenen Anleihen hervor, wie die Ressorts Finanzen und Umwelt mitteilten. Im Haushaltsjahr 2019 hatte der Bund vergleichbare Ausgaben für den Klima- und Umweltschutz in Höhe von insgesamt 12,3 Milliarden Euro getätigt.
Insgesamt handelte es sich um zwei grüne Anleihen, die die Finanzagentur im vergangenen September und November erstmals an den Markt gebracht hatte. Die erste mit zehnjähriger Laufzeit brachte 6,5 Milliarden Euro ein, die zweite, fünfjährige dann 5 Milliarden Euro. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hatte die Allokation jeweils extern geprüft und als grün bestätigt. Im kommenden Monat Mai soll dann die erste grüne Bundesanleihe mit 30-jähriger Laufzeit begeben werden.
Als "goldrichtig" bezeichnete Finanz-Staatssekretär Jörg Kukies (SPD) den Marktauftritt des Bundes. "Damit und durch den Aufbau einer liquiden grünen Zinskurve hat der Bund enorm zum Wachstum des nachhaltigen Anleihemarkts beigetragen und so Deutschland als Sustainable Finance Standort ganz weit nach vorne gebracht."
Der Bund will künftig auch Rechenschaft über die Wirkung der grünen Ausgaben auf Umwelt und Klima ablegen. Der entsprechende Bericht soll voraussichtlich Mitte 2022 veröffentlicht werden. Die Emission von grünen Bundeswertpapieren hatte die Bundesregierung im Zuge ihres Klimaschutzprogramms 2030 beschlossen. Sie dienen wie konventionelle Bundesanleihen der Kreditaufnahme des Bundes und werden daher auch als "Grüne Zwillinge" bezeichnet.
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April 20, 2021 06:59 ET (10:59 GMT)