Deutsche Anleihen geben kräftig nach


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Montag deutlich nachgegeben. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel bis zum frühen Abend um 0,90 Prozent auf 146,38 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 1,54 Prozent. Die Renditen legten in allen wichtigen Ländern der Eurozone zu.

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Wichtige Konjunkturdaten wurden in der Eurozone nicht veröffentlicht. Gegenwind für die Anleihemärkte stellte die positive Stimmung an den Aktienmärkten. Sie sorgte für etwas weniger Nachfrage nach als sicher empfundenen Wertpapieren wie Bundesanleihen. Zudem sind in den USA die Auftragseingänge für langlebige Güter im Mai stärker als erwartet gestiegen.

Der sich abzeichnende Zahlungsausfall Russlands hat nach Einschätzung der Dekabank "eher symbolischen Charakter und sollte kaum das Marktgeschehen beeinflussen". In der Nacht auf Montag lief eine 30-Tage-Frist aus, innerhalb derer fällige Zinsen auf zwei Staatsanleihen in Auslandswährung zu zahlen waren. Russland betont, wirtschaftlich in der Lage und auch Willens zu sein, seine Schulden zu bedienen. Dem stehen jedoch scharfe Sanktionen vornehmlich westlicher Länder entgegen. Deswegen kann Moskau weder auf den Großteil seiner Finanzreserven im westlichen Ausland zugreifen, noch heimische Reserven an westliche Gläubiger weiterleiten.

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