Deutsche Anleihen: Kursverluste - 10-Jahresrendite auf höchstem Stand seit 2011


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Donnerstag belastet durch die erneut gestiegene Ölpreise nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel am Vormittag um 0,12 Prozent auf 124,29 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,20 Prozent und erreichte so den höchsten Stand seit dem Jahr 2011. Auch in anderen Ländern der Eurozone stiegen die Renditen deutlich an.

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Das US-Militär attackiert nach eigenen Angaben in der Nacht wieder militärische Ziele im Iran. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.

Dies trieb erneut die Ölpreise an und schürte so Inflationserwartungen. Dies dürfte sich auch auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auswirken, die am Nachmittag ihre Zinsentscheidung verkündet. "Die EZB dürfte die Leitzinsen bei dieser Ratssitzung unverändert lassen, sich die Möglichkeit für zukünftige Erhöhungen aber offenhalten", schreiben die Experten der Dekabank.

Es bleibe eine erhöhte Unsicherheit darüber, wie stark die gestiegenen Energiekosten von den Unternehmen weitergegeben werden und eventuell auch zu höheren Lohnabschlüssen führen./jsl/mis

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