Deutsche Anleihen steigen erneut kräftig


FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Freitag den zweiten Tag in Folge kräftig zugelegt. Bis zum Abend stieg der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,52 Prozent auf 171,10 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel im Gegenzug auf minus 0,28 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit September.

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Bereits am Vortag hatten viele Staatsanleihen erhebliche Kursgewinne erzielt. Auslöser war die Entscheidung der Bank of England, ihren Leitzins entgegen den Erwartungen zahlreicher Marktteilnehmer nicht anzuheben. Die Renditen gerieten daraufhin nicht nur in Großbritannien kräftig unter Druck. Analysten kritisierten die Kommunikationspolitik der Notenbank, da sie im Vorfeld selbst Erwartungen auf steigende Leitzinsen geweckt hatte.

Die Haltung der Bank of England passt zur Ausrichtung der US-Notenbank Fed. Zwar bewegt sich die Federal Reserve auf eine weniger expansive Politik zu, auf Zinsanhebungen will sie zunächst aber verzichten. Im Euroraum sind erst recht keine höheren Leitzinsen zu erwarten, die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich noch nicht einmal von ihrem Krisenprogramm Pepp verabschiedet. Unter dem Strich fällt die Reaktion großer Notenbanken auf die steigende Inflation verhalten aus, was die Kapitalmarktzinsen drückt.

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