Devisen-Trader Kolumne

EUR/JPY: Regierungswechsel setzt den Yen unter Druck!


EUR/JPY: Regierungswechsel setzt den Yen unter Druck! | finanzen.net

In Japan hat die LDP am Wochenende einen Erdrutsch-Sieg gelandet.

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Unter der Führung von Shinzo Abe konnte die Anzahl der Sitze im Parlament verdoppelt werden. Als neuer Ministerpräsident wird Abe eine aggressive Wachstumspolitik betreiben – das hat er jedenfalls angekündigt. Die Sanierung des Haushalts, dessen Defizit derzeit bei zehn Prozent des BIPs liegt, wird keine Rolle spielen. Abe verspricht viel und ist auch in manch anderer Hinsicht ein Demagoge. Der klare Wahlsieg hat womöglich auch mit seinem Säbelrasseln gegenüber China zu tun. Das ist Balsam für den angekratzten Nationalstolz der Japaner. Ob Abe die Konjunktur ankurbeln kann, ist nicht vorherzusehen – schließlich ist die „Abonnement-Regierungspartei“ LDP hauptverantwortlich für die jahrzehntelange politische Stagnation und den wirtschaftlichen Niedergang Japans. Jedenfalls wird die Geldpolitik noch expansiver, Abe und seine LDP werden dahingehend den Druck auf die Bank of Japan erhöhen.

EUR/JPY an starkem Widerstand

Den Yen ließ das nicht unberührt, er verstärkte am Montag seinen Abwertungstrend. EUR/JPY stieg auf den höchsten Stand seit April 2012 und USD/JPY sogar auf den höchsten Stand seit April 2011. Doch beide Wechselkurse stoßen nun an starke charttechnische Widerstände. Nach dem kräftigen Kursanstieg der letzten Monate ist eine Korrektur überfällig. Für EUR/JPY wird sich die Marke von 111,00 JY vorerst als zu stark erweisen und USD/JPY wird die Marke von 84,00 JPY so schnell nicht überwinden können. Kurzfrist-Trader können auf einen Kursrückgang setzen, mittelfristig orientierte Anleger können die mögliche Korrektur zum Einstieg in eine Long-Position nutzen.

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Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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