GBP/USD: Das Pfund bekommt starken Auftrieb!
Die Bank of England scheint sich so langsam von ihrer extrem expansiven Geldpolitik zu verabschieden.
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Oder besser gesagt: Der Geldhahn bleibt weit geöffnet, aber er wird zumindest nicht weiter aufgedreht. Dafür spricht jedenfalls das am heutigen Mittwoch veröffentlichte Protokoll der letzten Notenbanksitzung. Das enthüllte nämlich, dass Adam Posen, der als einziger der neun Ratsmitglieder in den letzten Sitzungen stets für eine Ausweitung des Programms zum Aufkauf von Anleihen votierte, sich nunmehr der Mehrheit angeschlossen hat. Was sind die Gründe für diesen Sinneswandel? Zum einen hat sich die Konjunktur einigermaßen stabilisiert. So ist die Arbeitslosenquote im März von 8,4 auf 8,3 Prozent gefallen und es wurden auch weniger neue Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gestellt. Vor allem aber: Die Inflationsgefahr hat zugenommen. Im März ist die so genannte Kernrate von 2,4 auf 2,7 Prozent gestiegen. Der Preisauftrieb könnte in den nächsten Monaten weiter an Schwung gewinnen.
GBP/USD vor Widerstand bei 1,60 USD
Das Pfund legte jedenfalls nach der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls zu und der Wechselkurs EUR/GBP fiel auf den tiefsten Stand seit August 2010. Auch gegenüber dem US-Dollar stieg „Cable“ an: GBP/USD ist auf dem Weg, den Widerstand bei 1,60 USD in Angriff zu nehmen. Zuletzt scheiterte der Wechselkurs Anfang April an dieser Marke. Sollte diesmal der Bruch gelingen, dann dürfte GBP/USD weiter bis in den Bereich von 1,63 USD steigen. Trader sollten aber vor dem Eröffnen einer Long-Position den Bruch des Widerstands abwarten.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
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