Digitales Zentralbankgeld

Bundesbank-Präsident Nagel sieht in digitalem Euro "besondere Chance"


Bundesbank-Präsident Nagel sieht in digitalem Euro "besondere Chance"

Ein digitaler Euro könnte nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel Risiken und Abhängigkeiten im internationalen Zahlungsverkehr verringern.

Werte in diesem Artikel
Devisen

70,715.67 CHF 241.69 CHF 0.34 %

75,672.09 EUR 266.00 EUR 0.35 %

64,459.92 GBP 171.08 GBP 0.27 %

13,428,905.56 JPY 42,967.96 JPY 0.32 %

85,062.48 USD 249.43 USD 0.29 %

0.00 BTC 0.00 BTC -0.34 %

0.00 BTC 0.00 BTC -0.34 %

1.12 USD 0.00 USD -0.02 %

0.00 BTC 0.00 BTC -0.23 %

0.00 BTC 0.00 BTC 6.38 %

0.00 BTC 0.00 BTC -0.29 %

0.89 EUR 0.00 EUR 0 %

"Digitales Zentralbankgeld bietet eine besondere Chance, den internationalen Zahlungsverkehr schneller, kostengünstiger und transparenter zu machen", sagte Nagel am Montagabend bei einer Veranstaltung an der Frankfurter Goethe-Universität laut Redetext.

Wichtig sei, Systeme für digitales Zentralbankgeld in unterschiedlichen Währungsräumen so auszugestalten, dass sie "miteinander reden können", damit sich Geschäfte systemübergreifend durchführen ließen. Bei der Umsetzung dieser Interoperabilität gebe es große Herausforderungen, führte Nagel aus: volkswirtschaftliche, technische, rechtliche und politische. "Wenn sie gut gemeistert werden, lassen sich die Defizite im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr deutlich verringern", sagte Nagel. "Das sollten wir nicht allein schwankungsanfälligen Krypto-Assets oder Stablecoins in geschlossenen Ökosystemen überlassen."

Deshalb gelte es "umso mehr, mit großer Sorgfalt die Untersuchungen für einen digitalen Euro voranzutreiben und dabei auch internationale Aspekte zu berücksichtigen", sagte Nagel. "In meinen Augen sollten wir die Chancen nutzen, die sich mit digitalem Zentralbankgeld bieten. Es hat große Potenziale."

Die Währungshüter des Euroraums prüfen seit einer Weile die mögliche Einführung einer digitalen Variante der europäischen Gemeinschaftswährung. Mitte Juli 2021 beschloss die Europäische Zentralbank (EZB), die Vorarbeiten auf die nächste Stufe zu heben: In einer zweijährigen Untersuchungsphase geht es nun etwa um Technologie und Datenschutz. Ob ein digitaler Euro kommen wird, ist damit noch nicht entschieden. In jedem Fall würde ein digitaler Euro das Bargeld ergänzen und nicht ersetzen.

Die Arbeiten an einem digitalen Euro sind eine Antwort der Euro-Zentralbanken auf den steilen Aufstieg sogenannter Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether. Der große Unterschied: Im Gegensatz dazu stünde ein digitaler Euro unter Aufsicht einer Zentralbank, die die Stabilität der Währung sichert. Auch andere Notenbanken weltweit beschäftigen sich mit digitalem Zentralbankgeld.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Marian Weyo / Shutterstock.com

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.