Bitcoin zurück über 65.000 Dollar: Ethereum stiehlt dem Markt die Show

Die Entspannung im Nahost-Konflikt sorgt für neue Risikofreude an den Finanzmärkten. Der Bitcoin steigt wieder über 65.000 US-Dollar, Ethereum entwickelt sich noch stärker.
Werte in diesem Artikel
- Bitcoin steigt am Montag wieder über die Marke von 65.000 US-Dollar
- Auslöser ist eine Angriffspause zwischen den USA und dem Iran
- Ethereum legt im Kryptomarkt am stärksten unter den Top 7 zu
Der Kryptomarkt zeigt zum Wochenstart deutliche Erholungstendenzen. Das Kryptourgestein Bitcoin kann die Marke von 65.000 US-Dollar zurückerobern, nachdem die USA und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe am Wochenende bereits den zweiten Tag in Folge ausgesetzt hatten. Die dadurch ausgelöste Entspannung ließ den Ölpreis kräftig fallen und dämpft kurzfristige Inflationssorgen, was risikobehaftete Anlagen wie Kryptowährungen wieder attraktiver macht.
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Ethereum an der Spitze der Top 7
Zuletzt kostete ein Bitcoin laut CoinMarketCap 65.145,79 US-Dollar. Doch nicht nur der Krypto-Primus legt zu: Unter den sieben größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung zeigt sich der Altcoin Ethereum am stärksten. Der Kurs zog binnen 24 Stunden um 3,98 Prozent auf 1.960,47 US-Dollar an, stärker als Bitcoin selbst. Die nächststärksten Werte waren Solana mit einem Plus von 1,99 Prozent auf 76,50 US-Dollar und XRP mit 0,53 Prozent auf 1,10 US-Dollar. Die Stablecoins Tether und USDC bleiben erwartungsgemäß nahezu unverändert bei rund 1 US-Dollar, während BNB um 0,37 Prozent auf 572,48 US-Dollar zulegen kann.
Auch der US-Dollar und die Fed spielen bei Krypto-Kursen eine Rolle
Der Grund für die Bitcoin-Erholung liegt auch am Devisenmarkt: Die gedämpften Inflationssorgen belasteten den US-Dollar, was auf US-Dollar lautende Anlagen wie Kryptowährungen für Anleger außerhalb der USA rechnerisch günstiger macht. Zusätzlich richtet sich der Blick auf die Sitzung der US-Notenbank in dieser Woche: Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung ist laut CME-FedWatch-Tool zuletzt von 37,4 auf 30,5 Prozent gesunken, nachdem sich die Lage im Nahen Osten entspannt hat.
Ob die Ruhe an der Iran-Front anhält, ist offen: Es ist bereits die vierte Phase aus Eskalation und Entspannung seit Beginn des Konflikts im Februar. Anleger dürften deshalb genau beobachten, ob sich die Waffenpause festigt und wie die US-Notenbank am Mittwoch auf die veränderte Lage reagiert.
Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
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