Euro Dollar Kurs: Darum fällt der Euro unter 1,09 US-Dollar
Der Euro hat am Donnerstag mit einem Rutsch unter 1,09 US-Dollar seinen jüngsten Rückschlag ausgeweitet.
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Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung Euro zuletzt 1,0884 Dollar und notierte damit minimal über ihrem Tagestief. Bei 1,1017 Dollar hatte sie zuletzt noch den höchsten Stand seit gut dreieinhalb Monaten erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,0931 (Mittwoch: 1,0985) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9148 (0,9103) Euro.
Belastet wurde der Euro durch den überraschend deutlichen Inflationsrückgang im Währungsraum im November. Mit einer Preissteigerung von nur noch 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat nähert sich die Teuerung allmählich wieder dem mittelfristigen EZB-Inflationsziel von zwei Prozent.
Deutlich rückläufig war auch die Kernteuerung, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden. Sie bildet nach Meinung vieler Ökonomen die grundlegende Teuerung ab und stellt den Inflationstrend daher etwas besser dar als die Gesamtrate.
Experten rechnen zwar überwiegend mit einem längeren Weg, bis das EZB-Inflationsziel nachhaltig erreicht wird. Bundesbankpräsident Joachim Nagel etwa spricht regelmäßig von einer schwierigen "letzten Meile". Doch ungeachtet dessen sind an den Finanzmärkten für das nächste Jahr erste Zinssenkungen der EZB bereits eingepreist.
NEW YORK (dpa-AFX)
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