Darum ist der Eurokurs gefallen - Türkische Lira auf Rekordtief
Der Eurokurs ist am Donnerstag unter Druck geraten.
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Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag bei 1,2250 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte er noch zeitweise bei 1,2290 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs auf 1,2260 (Mittwoch: 1,2276) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8157 (0,8146) Euro.
Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone belasteten den Eurokurs etwas. Der Auftragseingang in der deutschen Industrie ist im Februar hinter den Erwartungen zurückgeblieben. "Die deutsche Industrie hat tatsächlich etwas an Fahrt verloren", kommentierte Ralph Solveen, Experte bei der Commerzbank. Zudem hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor der Eurozone im März stärker als noch in einer ersten Schätzung ermittelt eingetrübt.
Bewegung gab es bei der türkischen Lira, deren Kurs auf ein Rekordtief gesunken ist. Im Verhältnis zum Dollar verlor die Währung gut ein Prozent an Wert. Für einen Dollar mussten am Nachmittag erstmals 4,05 Lira gezahlt werden. Marktbeobachter verwiesen unter anderem auf einen Bericht der türkischen Zeitung "Hurriyet", wonach der stellvertretende Premierminister Mehmet Simsek nach Kritik durch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seinen Rücktritt eingereicht habe. Am Nachmittag gab Simsek jedoch über Twitter bekannt, dass er dem Land "bis zum letzten Atemzug" dienen werde - was wieder eine leichte Erholung bei der Lira bewirkte. Die Lira ist angesichts der hohen Inflation schon länger unter Druck.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87395 (0,87573) britische Pfund, 131,26 (130,43) japanische Yen und 1,1796 (1,1776) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Mittwoch mit 1337,30 (Dienstag: 1333,45) Dollar gefixt. Ein Fixing für den Donnerstag wurde bis zuletzt nicht veröffentlicht./jsl/jha/
FRANKFURT (dpa-AFX)
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