Darum zeigt sich der Euro stabil
Der Euro hat sich am Montag über 1,14 US-Dollar gehalten.
Werte in diesem Artikel
Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,1439 Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Damit verteidigte der Euro seine Gewinne aus der vergangenen Woche. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1447 (Freitag: 1,1464) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8736 (0,8723) Euro.
Auftrieb erhielt der Euro zuletzt durch die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank. Vergangene Woche hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde erste Hinweise auf eine weniger lockere Linie gegeben. Der Euro hatte daraufhin um bis zu zwei US-Cent zugelegt. Hintergrund ist die hohe Inflation, die im Januar mit 5,1 Prozent deutlich über dem mittelfristigen EZB-Ziel von 2 Prozent liegt. Enttäuschende Daten zur deutschen Industrieproduktion belasteten den Euro in diesem Umfeld nicht.
Am Wochenende bestätigte Klaas Knot, Notenbankchef der Niederlande, die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik. Im niederländischen Fernsehen sagte er, er könne sich eine erste Zinsanhebung im vierten Quartal dieses Jahres und eine zweite Anhebung im Frühjahr 2023 vorstellen. Knot gilt als Vertreter einer besonders straffen Linie innerhalb der EZB. Andere Zentralbanker, darunter Finnlands Notenbankchef Olli Rehn, äußerten sich zuletzt zurückhaltender.
Am Montag hat Lagarde erneut Gelegenheit, die Ausrichtung der EZB zu erläutern. Die Notenbankchefin tritt am späten Nachmittag vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments auf. An den Finanzmärkten werden für dieses Jahr sowohl Zinserhöhungen als auch die Einstellung des allgemeinen Wertpapierkaufprogramms APP für möglich gehalten.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84685 (0,84593) britische Pfund, 131,59 (131,72) japanische Yen und 1,0571 (1,0567) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 1815 Dollar. Das waren etwa 7 Dollar mehr als am Vortag.
/jsl/la/he
FRANKFURT (dpa-AFX)
Ausgewählte Hebelprodukte auf USD/EUR
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf USD/EUR
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: isak55 / Shutterstock.com, Jakub Krechowicz / Shutterstock.com