Globaler Aktienfonds

UniGlobal: Seit 1960 am Markt und in der Hälfte der vergangenen zehn Jahre vor dem eigenen Vergleichsindex


UniGlobal: Seit 1960 am Markt und in der Hälfte der vergangenen zehn Jahre vor dem eigenen Vergleichsindex

Seit 1960 investiert dieser globale Aktienfonds von Union Investment in internationale Standardwerte und im Vergleich zu seinem Maßstab, dem MSCI World, liefert er ein wechselhaftes, aber ausgeglichenes Bild.

Werte in diesem Artikel
Fonds

516.45 EUR 0.39 EUR 0.00 %

Aktien

301.55 EUR 0.55 EUR 0.18 %

298.30 EUR 1.80 EUR 0.61 %

196.62 EUR -0.22 EUR -0.11 %

Indizes

4,957.42 USD 28.16 USD 0.57 %

Das Wichtigste in Kürze:

  • Seit 1960 am Markt und mit über 23 Milliarden Euro Volumen einer der etabliertesten Aktienfonds überhaupt.
  • Ein Chiphersteller, ein Softwarekonzern und ein Technologieriese führen das Portfolio an, und ihre Rolle erklärt viel über die Ausrichtung des Fonds.
  • Im vergangenen Quartal hat sich das Fondsmanagement von einer bekannten Modekette und einem Maschinenbaukonzern getrennt, während es anderswo gezielt aufstockte.

Was der Fonds ist und welche Strategie er verfolgt

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Der UniGlobal von Union Investment wurde bereits am 2. Januar 1960 aufgelegt und zählt damit zu den am längsten etablierten Aktienfonds am deutschen Markt. Das Fondsvermögen fließt überwiegend in Aktien in- und ausländischer Emittenten mit einem Schwerpunkt auf Standardtiteln, ergänzt um Beimischungen von Nebenwerten. Als Vergleichsmaßstab dient der MSCI World, dessen Wertentwicklung übertroffen werden soll. Das Fondsmanagement darf dabei einzelne Werte deutlich über oder unter diesem Maßstab gewichten und jederzeit auch in Titel investieren, die gar nicht Bestandteil des Index sind. Mit einem Fondsvermögen von 23,3 Milliarden Euro zählt der Fonds zu den größeren aktiv gemanagten Aktienfonds am Markt.

Kosten und Etabliertheit

Beim Kauf fällt ein Ausgabeaufschlag von 5,00 Prozent des Anteilwerts an, die laufenden Kosten liegen bei 1,7 Prozent pro Jahr, darin enthalten eine Verwaltungsvergütung von aktuell 1,20 Prozent bei einer möglichen Obergrenze von 1,25 Prozent. Der Fonds schüttet Mitte November aus, zuletzt 8,00 Euro je Anteil für das Geschäftsjahr 2024/2025. Für Privatanleger gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent, die aktuelle Freistellungsempfehlung liegt bei geschätzt 5,60 Euro pro Anteil. Die hausinterne Risikoklasse lautet "erhöhtes Risiko", während der europaweit einheitliche Risikoindikator (SRI) bei 4 von 7 möglichen Stufen liegt, beide folgen unterschiedlichen Berechnungslogiken. Die Ratingagentur Scope vergibt darüber hinaus die Note B, die zweitbeste von fünf Stufen zwischen A und E, und Morningstar bewertet den Fonds mit 4 von 5 Sternen, beides überdurchschnittliche Ergebnisse gegenüber vergleichbaren Fonds. Passend dazu richtet sich der Fonds an ein als "risikobereit" beschriebenes Anlegerprofil mit einem empfohlenen Anlagehorizont von 6 Jahren oder länger.

Die drei größten Positionen

An der Spitze des Portfolios steht NVIDIA mit 5,41 Prozent, der führende Anbieter von Grafikprozessoren, die als zentrale Recheneinheiten für Anwendungen der künstlichen Intelligenz gelten. Auf Rang zwei folgt Alphabet mit 4,33 Prozent, der Mutterkonzern von Google, dessen Geschäft von der Suchmaschine über Werbung bis zum Cloud-Geschäft reicht. Dritter Wert ist Apple mit 4,22 Prozent, bekannt für sein iPhone-Ökosystem und eine treue Kundenbasis, die Hardware, Software und Dienstleistungen des Konzerns verbindet. Abgerundet wird das Spitzenfeld unter anderem von Amazon.com (4,19 Prozent), Microsoft (3,77 Prozent) und Bank of America (2,04 Prozent). Zusammen kommen die zehn größten Positionen auf 30,1 Prozent des Fondsvermögens, ein für einen weltweit gestreuten Aktienfonds spürbarer, aber nicht extremer Konzentrationsgrad mit klarer Technologielastigkeit.

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Wie sich das Portfolio zusammensetzt

Die Vereinigten Staaten stellen mit 67,9 Prozent den mit Abstand größten Länderanteil, vor dem Vereinigten Königreich (5,9 Prozent), Irland (4,2 Prozent) und Frankreich (3,1 Prozent), während sich der Rest auf weitere europäische und asiatische Länder verteilt. Nach Branchen führt Informationstechnologie mit 28,6 Prozent, vor Finanzwesen (13,1 Prozent) und Industrie (12,5 Prozent), während Gesundheitswesen, Telekommunikationsdienste und weitere Branchen jeweils einstellige Anteile beisteuern. Mit 97,3 Prozent ist das Fondsvermögen fast vollständig in Aktien investiert, nur kleine Anteile entfallen auf Renten und Liquidität. Bei den Währungen dominiert entsprechend der US-Dollar mit 69,5 Prozent, deutlich vor Euro (10,4 Prozent) und britischem Pfund (5,7 Prozent).

Wertentwicklung im Vergleich zum MSCI World

Seit Auflegung 1960 erzielte der Fonds eine kumulierte Wertentwicklung von 5.234,66 Prozent, im Schnitt 6,16 Prozent pro Jahr, über zehn Jahre lag die jährliche Rendite bei 11,93 Prozent, über fünf Jahre bei 10,60 Prozent und über drei Jahre bei 14,37 Prozent. Im Vergleich zum MSCI World zeigt sich über die vergangenen zehn Kalenderjahre ein ausgeglichenes Bild. In fünf Jahren lag der Fonds vor seinem Vergleichsmaßstab, etwa 2020 mit 9,25 gegen 5,64 Prozent oder 2021 mit 35,00 gegen 32,66 Prozent, in den anderen fünf Jahren dahinter, zuletzt 2025 mit 3,70 gegen 7,25 Prozent. Anders als bei manch anderem aktiv gemanagten Fonds handelt es sich damit nicht um einen systematischen Rückstand, sondern um ein Wechselspiel mit überwiegend moderaten Abständen in beide Richtungen.

Was das Fondsmanagement zuletzt bewegt hat

Im Kommentar zum zweiten Quartal 2026 beschreibt das Fondsmanagement eine Erholung nach dem Markteinbruch im März infolge der Eskalation des Iran-Konflikts. Eine im Juni unterzeichnete Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran sorgte für Erleichterung, zusammen mit starken Unternehmensberichten und wachsender Zuversicht rund um künstliche Intelligenz trieb dies mehrere Aktienindizes auf neue Höchststände, bevor US- und asiatische Technologiewerte zur Jahresmitte einen Teil der Gewinne wieder abgaben. Der Fonds entwickelte sich in diesem Umfeld deutlich besser als sein Vergleichsindex, getragen vor allem von den Positionen in Applied Materials, Samsung Electronics und SK Hynix, während Oracle, Agnico Eagle Mines und McKesson belasteten. Neu ins Portfolio kam der japanische Halbleiterhersteller Renesas Electronics wegen guter Marktpositionierung bei KI-basierten Automatisierungen, zudem wurde die Position in ASML Holding angesichts anhaltender Chipnachfrage aufgestockt und ein Engagement beim Energiedienstleister Saipem aufgebaut. Im Gegenzug trennte sich das Fondsmanagement von der Modekette Gap angesichts eines schwierigen Konsumumfelds, vom Brillenkonzern EssilorLuxottica wegen Wettbewerbssorgen und realisierte beim Maschinenbaukonzern Caterpillar Gewinne. Für die kommenden Monate sieht das Fondsmanagement trotz vieler Unsicherheitsfaktoren insgesamt mehr Chancen als Risiken, gestützt auf eine widerstandsfähige Weltwirtschaft, wobei künstliche Intelligenz als zentraler Treiber der Aktienmärkte gilt.

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Für wen sich der Fonds eignet

UniGlobal eignet sich für risikobereite Anleger mit einem Anlagehorizont von 6 Jahren oder länger, die einem erfahrenen Fondsmanagement die Auswahl internationaler Standardwerte anvertrauen möchten, statt selbst ein Weltportfolio zusammenzustellen. Die überdurchschnittlichen Bewertungen von Scope und Morningstar sowie das ausgeglichene Bild gegenüber dem MSCI World zeigen, dass der Fonds über die vergangenen Jahre eine im Vergleich zu anderen aktiv gemanagten Fonds konkurrenzfähige Positionierung erreicht hat. Angesichts des Ausgabeaufschlags von 5,00 Prozent und laufender Kosten von 1,7 Prozent pro Jahr sollten Anleger einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen, damit sich diese Kostenbelastung relativiert.

Daniel Dünn, Redaktion TraderFox (finanzen.net)

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktienfonds unterliegen Kursschwankungen, zwischenzeitliche Verluste sind möglich.

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Bildquellen: ESB Professional / Shutterstock.com, Triff / Shutterstock.com

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