Rechenzentren-ETF

Amundi Global Data Center ETF: Erster und einziger ETF auf den globalen Rechenzentrums-Boom


Amundi Global Data Center ETF: Erster und einziger ETF auf den globalen Rechenzentrums-Boom

Als einziger verfügbarer ETF auf den globalen Rechenzentrums-Boom bietet dieser neue Fonds Zugang zu einem Markt, der bis 2030 ein Investitionsvolumen von bis zu 3 Billionen US-Dollar erreichen könnte.

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ETFs

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Als einziger ETF auf den Solactive Global Data Center Index bietet dieser Fonds einen in dieser Form einzigartigen, direkten Zugang zur gesamten Wertschöpfungskette rund um Rechenzentren.
  • Nach einem schwachen Start direkt nach Auflage legte der Fonds im vergangenen Monat bereits wieder um 5,5 Prozent zu.
  • Größte Position ist mit 5,02 Prozent Micron Technology, deutlich vor allen anderen 95 im Fonds enthaltenen Werten.
ETF ISIN TER Ausschüttung Rendite 1 Monat Rendite seit Auflage
Amundi Global Data Center ETF IE000GA7JQV8 0,45 % p.a. thesaurierend +5,45 % -2,52 %
(11.11.2020)

Warum Rechenzentren aktuell im Zentrum des Anlegerinteresses stehen

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Der weltweite Boom künstlicher Intelligenz hat eine historische Investitionswelle in Rechenzentren ausgelöst. Allein die vier größten Hyperscaler haben ihre gemeinsamen Investitionsausgaben von etwa 155 Mrd. US-Dollar im Jahr 2023 auf über 600 Mrd. US-Dollar im laufenden Jahr gesteigert. Der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren soll nach Schätzungen von 415 Terawattstunden im Jahr 2024 auf etwa 945 Terawattstunden im Jahr 2030 steigen, ein Nachfragezuwachs von 165 Prozent. Gleichzeitig klafft nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens TrendForce bereits heute eine Lücke von 268 Gigawatt zwischen dem erwarteten Strombedarf und der über die Stromnetze tatsächlich verfügbaren Kapazität. Analysten erwarten bis zum Jahr 2030 ein weltweites Investitionsvolumen von bis zu 3 Billionen US-Dollar allein in den Ausbau neuer Rechenzentrumskapazitäten. Für Anleger ergibt sich daraus eine Nachfrage, die das verfügbare Angebot über Jahre hinweg übersteigen dürfte, mit entsprechend hohem Preissetzungsspielraum für die Unternehmen, die genau diese Kapazitätslücke schließen.

Wer direkt an diesem historischen Investitionszyklus rund um Rechenzentren teilhaben möchte, kann den Amundi Global Data Center UCITS ETF unkompliziert und provisionsfrei über finanzen.net ZERO handeln.

Der einzige ETF seiner Art und warum das für Anleger einen echten Unterschied macht

Der Amundi Global Data Center UCITS ETF bildet den Solactive Global Data Center Index nach und ist der einzige verfügbare ETF, der genau diesen Index abbildet. Zwar existieren bereits diverse ETFs zum Thema Digitalisierung, die gezielt auf Rechenzentren ausgerichtete Auswahl ist aber eine echte Besonderheit. Der einzige ETF, der in eine ähnliche Richtung geht, ist der Global X Data Center REITs & Digital Infrastructure UCITS ETF, der aber einen anderen Bereich abdeckt. Er konzentriert sich auf Immobiliengesellschaften, Mobilfunkmasten und digitale Infrastrukturbetreiber, deckt also überwiegend die physische Immobilienseite ab. Der Amundi-ETF verfolgt einen breiteren Ansatz und deckt die gesamte technologische Wertschöpfungskette rund um Rechenzentren ab, von Speicherchips und Netzwerktechnik bis zu Stromversorgungslösungen. Der Vorteil einer solch gezielten Auswahl gegenüber einem allgemeinen Digitalisierungs-ETF liegt darin, dass Anleger nicht nur indirekt und verwässert über breit gestreute Technologiekonzerne am Rechenzentrums-Boom teilhaben, sondern gezielt jene Unternehmen bündeln, deren Geschäft unmittelbar und überproportional von genau diesem Trend abhängt.

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Micron, Sandisk und Arista Networks: Die zentralen Zulieferer

Größte Position ist mit 5,02 Prozent Micron Technology, deutlich vor allen anderen Positionen, von denen keine einzige mehr als 3,5 Prozent erreicht. Der Grund für diese klare Spitzenposition liegt darin, dass moderne KI-Rechenzentren enorme Mengen an Arbeits- und Flashspeicher benötigen, wodurch Speicherchip-Hersteller wie Micron im Zentrum der aktuellen Investitionswelle stehen. Entsprechend ist auch die für die Gewichtung entscheidende Marktkapitalisierung bei Micron am höchsten. Auf Platz zwei folgt mit 3,50 Prozent Sandisk, ebenfalls ein Spezialist für Flash-Speicher, dessen Produkte zunehmend als strategisch wichtige Komponente für KI-Infrastruktur statt als reines Massenprodukt gelten. An dritter Stelle steht mit 3,43 Prozent Arista Networks, ein Anbieter von Hochleistungs-Netzwerktechnik, die in großen Rechenzentren für die schnelle Verbindung tausender Server und Grafikprozessoren benötigt wird. Wie eng diese drei Unternehmen mit der aktuellen Erholung des Fonds verknüpft sind, zeigt der vergangene Monat: Micron legte um 12,5 Prozent zu, Sandisk um 13,7 Prozent und Arista Networks um 8,6 Prozent, eine Entwicklung, die sich unmittelbar auch im Gesamtplus des Fonds von 5,5 Prozent im selben Zeitraum widerspiegelt.

Fast 61 Prozent USA: Chance oder Klumpenrisiko?

Der USA-Anteil liegt bei knapp 61 Prozent, die einzigen beiden anderen Länder mit einem Gewicht von über 5 Prozent sind Taiwan mit 6,1 Prozent und Frankreich mit 5,4 Prozent. Dieser hohe USA-Anteil dürfte für den Fonds tendenziell eher einen Vorteil als einen Nachteil darstellen. Die USA sind nicht nur der mit Abstand größte Einzelmarkt für neue Rechenzentrumskapazitäten, sondern auch Heimat der meisten führenden Speicherchip-, Netzwerktechnik- und KI-Infrastrukturunternehmen, die von der beschriebenen Investitionswelle direkt profitieren. Wer stark auf diesen einen, aktuell besonders dynamischen Markt setzt, geht zwar eine geografische Konzentration ein, positioniert sich damit aber auch dort, wo die größten Investitionssummen tatsächlich fließen.

Was Anleger angesichts der kurzen Historie einplanen sollten

Da der Fonds erst seit Juli 2026 existiert, liegen noch keine aussagekräftigen Volatilitätskennzahlen vor. Der Fonds wurde dabei in eine Schwächephase des Marktes hinein aufgelegt und verlor direkt im Anschluss an seine Auflage. Ein Umstand, der sich im maximalen Kursrückgang seit Auflage von minus 14,6 Prozent niederschlägt. Anleger sollten sich bewusst sein, dass ein derart junger, auf ein einzelnes, noch dazu technologienahes Thema konzentrierter Fonds auch künftig mit spürbaren Kursschwankungen rechnen muss, wie sie für die zugrunde liegenden Speicherchip- und Halbleiterwerte in den vergangenen Monaten bereits mehrfach zu beobachten waren. Wer investiert, sollte deshalb sowohl kurzfristige Rückschläge aushalten können als auch einen ausreichend langen Anlagehorizont mitbringen, um von der langfristigen strukturellen Wachstumsgeschichte rund um Rechenzentren profitieren zu können.

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Für welche Anleger sich dieser Rechenzentren-ETF eignet

Der Fonds eignet sich für Anleger, die gezielt und konzentriert an der historischen Investitionswelle rund um Rechenzentren teilhaben möchten, statt sich nur indirekt über breit gestreute Technologie- oder Digitalisierungs-ETFs zu positionieren. Nach dem schwachen Start direkt nach Auflage und der sich nun andeutenden Erholung könnte sich für Anleger, die von den langfristigen Potenzialen dieses Themas überzeugt sind, aktuell ein interessanter Einstiegszeitpunkt für eine gezielte, spekulative Beimischung für risikobewusste Anleger mit langem Atem ergeben.

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Daniel Dünn, Redaktion TraderFox (finanzen.net)

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien-ETFs unterliegen Kursschwankungen, zwischenzeitliche Verluste sind möglich. Die Konzentration auf ein einzelnes Thema sowie die noch sehr kurze Historie und geringe Fondsgröße können das Risiko im Vergleich zu etablierten, breit gestreuten Fonds erhöhen.

Bildquellen: iStockphoto, metamorworks / Shutterstock.com

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18.09.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets
10.08.26 Micron Technology Buy UBS AG
25.06.26 Micron Technology Buy Deutsche Bank AG
25.06.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets
25.06.26 Micron Technology Neutral Goldman Sachs Group Inc.

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