Resilienz im Job: So meistert man berufliche Krisen erfolgreich

Berufliche Krisen fördern nicht nur Stress, sondern bieten auch Wachstumspotenziale. Wer Resilienz entwickelt, meistert Herausforderungen souveräner und verliert dabei nicht sich selbst. Dies stärkt nicht nur das psychische Wohlbefinden, sondern wirkt sich langfristig positiv auf Leistung und Zufriedenheit aus.
Die Bedeutung von Resilienz
Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandsfähigkeit. Gemein ist also die Fähigkeit, Krisen, Rückschläge oder Verluste zu bewältigen, ohne dauerhaft unter ihnen zu leiden. Menschen mit starker Resilienz lassen sich durch berufliche Herausforderungen nicht einfach entmutigen, sondern nutzen solche Situationen oft als Chance zur Weiterentwicklung.
"Ohne Resilienz ist man im Job die ganze Zeit im Kampf. Man kämpft gegen das System, gegen Menschen oder Strukturen - oder für Erfolg und Anerkennung", erklärt Ärztin und Therapeutin Dr. Mirriam Prieß gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die 7 Säulen der Resilienz im Job
Laut Karrierebibel existieren sieben zentrale Eigenschaften, die Resilienz stützen: Selbstbewusstsein, Kontaktfreude, Gefühlsstabilität, Optimismus, Handlungskontrolle, Realismus und Analysestärke. Diese Säulen sollen dabei helfen, nicht in die Opferrolle zu rutschen, sondern aktiv zu handeln und sich selbst als Gestaltenden wahrzunehmen.
Resilienz in der Praxis
Einen essenziellen ersten Schritt bildet das Bewusstmachen eigener Reaktionen in herausfordernden Situationen. Wer reflektiert, erkennt, wo eigene Grenzen liegen, wie innere Muster aus der Vergangenheit wirksam werden und wie man sie beeinflussen kann, so Prieß.
Darüber hinaus helfen praktische Fragen. So kann zum Beispiel hinterfragt werden, was man im Job bereit ist zu geben und was man erwartet. Hieraus kann das eigene Verhältnis zur Arbeit abgeleitet und klarer gestaltet werden.
Unternehmensumfeld und Resilienzförderung
Laut Prieß entsteht Resilienz nicht allein, sondern im Zusammenspiel mit dem Umfeld. Eine Atmosphäre, in der Offenheit, Wertschätzung und Begegnung auf Augenhöhe vorherrschen, fördert das Wohlbefinden der Menschen und gibt ihnen das Gefühl, gehört zu werden.
Gleichzeitig betont die Therapeutin, dass es durchaus sinnvoll sein kann, neue Wege zu suchen, wenn Strukturen und Kultur innerhalb eines Unternehmens derart "vergiftet" sind, dass keine Veränderung möglich scheint.
Jennifer Vogel, Redaktion finanzen.net
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