Umbau

Barrierefrei ins Alter: Mit rechtzeitigen Umbauten Geld und Sorgen vermeiden

23.02.26 23:47 Uhr

Barrierefrei wohnen: So können hohe Kosten im Alter vermieden werden | finanzen.net

Viele Menschen verschieben das Thema Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden auf später. Doch wer rechtzeitig beginnt, sein Zuhause altersgerecht zu gestalten, kann nicht nur langfristig komfortabler leben, sondern spart auch erhebliche Kosten.

Teure Nachrüstungen vermeiden

Umbauten im hohen Alter sind oft mit großen Eingriffen verbunden. Wenn erst dann über Rampen, schwellenlose Übergänge oder ein barrierefreies Bad nachgedacht wird, können die Kosten schnell in die Zehntausende gehen. Laut einem Bericht der Frankfurter Neuen Presse lohnt es sich, frühzeitig zu handeln, weil einzelne Anpassungen schrittweise und dadurch finanziell leichter zu stemmen sind. Schon beim Umzug in ein Haus oder eine Wohnung mit bereits vorhandener Barrierefreiheit, wie etwa einem Neubau, zuziehen, spart zusätzliche Umbaukosten.

Förderungen gezielt nutzen

Auch staatliche Zuschüsse spielen eine entscheidende Rolle. Die KfW-Bank unterstützt barrierefreie Umbauten mit Programmen, die sowohl den Umbau als auch kleinere Maßnahmen wie den Einbau breiterer Türen fördern. Wie die Verbraucherzentrale betont, stehen häufig auch regionale Fördergelder zur Verfügung. Wer sich rechtzeitig informiert, hat eine größere Chance, solche Mittel auszuschöpfen, bevor Fördertöpfe ausgeschöpft sind.

Immobilienwert langfristig sichern

Ein barrierefreies Zuhause ist nicht nur für das eigene Leben ein Gewinn, sondern steigert auch den Wert einer Immobilie. Das zeigt eine Auswertung von ImmoScout24. Wohnraum, der ohne Hindernisse zugänglich ist, wird angesichts des demografischen Wandels zunehmend nachgefragt und erzielt Preisaufschläge von bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Immobilien, so die Auswertung.

Normen und Beratung als Grundlage

Barrierefreies Wohnen unterliegt klaren technischen Standards. Die DIN-Norm 18040-2 legt Mindestanforderungen an Türen, Bewegungsflächen oder Sanitäranlagen fest. Fachkundige Beratung sorgt dafür, dass individuelle Bedürfnisse berücksichtigt und rechtliche Vorgaben eingehalten werden. Wohnberatungsstellen und Architekten begleiten dabei von der Planung bis zur Umsetzung. Für Mieter ist es zudem wichtig, rechtzeitig mit dem Vermieter zu klären, ob Umbauten erlaubt sind und ob gegebenenfalls ein Rückbau nach dem Auszug erfolgen muss, so wohnen-und-finanzieren.de.

Redaktion finanzen.net

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