AfD-Vorsitzender Meuthen für steuerfinanzierte Mindestrente


BERLIN (dpa-AFX) - In der AfD gibt es ein weiteres Konzept für die Weiterentwicklung des Rentensystems, vorgelegt vom Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen. Es sehe einen radikalen Umbau des Rentensystems hin zu einer steuerfinanzierten Grundrente vor, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montag). Diese Mindestrente solle knapp über der Existenzsicherung liegen. Wer mindestens 25 Jahre lang Beiträge bezahle, erhalte schrittweise höhere Renten, "um ein produktives Arbeitsleben zu belohnen".

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Die AfD sucht seit Monaten nach einem Rentenkonzept. Thüringens AfD-Landesvorsitzender und Fraktionschef Björn Höcke hatte im Juni für Aufmerksamkeit gesorgt, als er einen steuerfinanzierten Rentenaufschlag nur für deutsche Beitragszahler vorgeschlagen hatte.

Dem "FAZ"-Bericht zufolge sollen nach Meuthens Konzept aber auch Ausländer in Deutschland die Mindestrente erhalten, sofern sie mindestens zwanzig Jahre lang einen "gesellschaftlichen Beitrag" geleistet haben, etwa durch Steuerzahlungen oder das Erziehen von Kindern. Meuthen wolle zudem die besonderen Rentensysteme von Politikern und das Beamtenpensionssystem abschaffen.

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel sagte der Zeitung, sie freue sich über das Meuthen-Papier, "das eine fruchtbare Rentendebatte in der AfD anstoßen kann"./sk/DP/stw

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