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Altersvorsorge: Lichtblick für Versicherte


Altersvorsorge: Lichtblick für Versicherte

Ein Drittel der Lebensversicherer hat die Verzinsungen für 2019 genannt - die Talfahrt der Renditen ist zumindest vorläufig beendet.

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von Martin Reim, Euro am Sonntag

Es ist eine gute Nachricht für die Besitzer von Lebensversicherungen: Die zehn Jahre dauernde Talfahrt der Renditen hat offenbar ein zumindest vorläufiges Ende gefunden. Rund ein Drittel der Anbieter hat bereits ihre Überschussbeteiligung für 2019 genannt. Die meisten halten ihren Wert konstant, allen voran Marktführer Allianz.

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Bislang hat ihn nur ein einziger Akteur gesenkt: Ergo Direkt von 2,75 auf 2,50 Prozent. Und zum ersten Mal seit 2012 gibt es Anhebungen zu verzeichnen. Der kleine Anbieter Ideal geht von drei auf 3,30 Prozent, und die mittelgroße DEVK Allgemeine von 2,30 auf 2,50 Prozent.

Entsprechend rechnet Analyst Thomas Keßling von der Ratingagentur Assekurata mit einer marktbreiten "Seitwärtsbewegung" bei den Verzinsungen. Dieselbe Einschätzung hat Dean Goff, Vorstandschef von Partner in Life (PiL), das Lebensversicherungen von Endkunden aufkauft. Und Henning Kühl, oberster Mathematiker des PiL-Konkurrenten Policen Direkt, erwartet "nur noch wenige, geringe Veränderungen bei den Überschussbeteiligungen".

Entscheidend für die Bodenbildung ist die sogenannte Zinszusatzreserve. Seit 2011 müssen die Lebensversicherer Geld zurücklegen, um ihre langfristigen Garantien für die Kunden bezahlen zu können. Diese Reserve bemisst sich am allgemeinen Zinsniveau. Das ging immer weiter nach unten, entsprechend schwollen die Beträge an. Vor Kurzem hat das Bundes­finanzministerium die Regeln entschärft.
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Das eröffnet mehr Spielraum für die Überschussbeteiligung, die aus den Kapitalerträgen des laufenden Jahres stammt und ­jeweils für das kommende Jahr ausgewiesen wird. Allerdings gibt es eine gegenläufige Entwicklung: Die Renditen der ­Versichererportfolios sind 2018 wohl ebenfalls gesunken, weil hoch verzinste Altanleihen auslaufen. Beide Bewegungen gleichen sich nun offensichtlich in etwa aus.

Für klassische private Rentenpolicen, die neu abgeschlossen werden, wurde für 2018 im Schnitt eine sogenannte laufende Verzinsung von 2,47 Prozent bezahlt. Alte Verträge mit hohen Garantien bekommen nach wie vor bis zu vier Prozent zugewiesen. Alle Zahlen beziehen sich auf den Sparanteil, also Einzahlungen minus Kosten. Auf die gesamten Einzahlungen gerechnet, liegt die Verzinsung also niedriger. Die laufende Verzin­sung ist, einmal fest zugesagt, für dieses Jahr verbindlich.


Bildquellen: Daniela Staerk / Shutterstock.com, Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com

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04.09.26 Allianz Underweight Barclays Capital
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14.08.26 Allianz Neutral JP Morgan Chase & Co.

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