DaxVestor-Kolumne

Anglo American: Minenkonzern mit großen Chancen


Anglo American: Minenkonzern mit großen Chancen | finanzen.net

Rohstoffe sind der Schmierstoff der Weltkonjunktur.

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Nach der Rezession im letzten Jahr haben die Preise für viele Rohstoffe wieder kräftig angezogen. Diese Entwicklung spiegelt die Hoffnung wider, dass die Konjunktur 2010 weiter an Fahrt gewinnen wird. Dabei spielen das Wachstum in China und die prognostizierte Konjunkturerholung in den USA eine besonders wichtige Rolle. Indirekte Profiteure dieser Entwicklung sind die Minenkonzerne. Wächst die Weltwirtschaft, so steigen die Preise für Industriemetalle, Kohle und andere Rohstoffe und die Kassen der Minenwirtschaft füllen sich.

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Anglo American konzentriert sich auf das Kerngeschäft

Anglo American zählt mit BHP Billiton, Rio Tinto und Xstrata zu den vier größten Rohstoffkonzernen der Welt. Der britisch-südafrikanische Bergbaukonzern hat sein Geschäft in den letzten Jahren zunehmend auf die Metalle und Rohstoffe konzentriert, die vor allem China für sein rasantes Wachstum benötigt. Andere Bereiche wie Stahl, Düngemittel, Legierungen und Baustoffe sollen dagegen verkauft werden. Aus diesen Verkäufen erwartet das Unternehmen Erlöse von fünf bis sieben Mrd. USD. Die Konzentration auf die wichtigsten Rohstoffe machte sich 2009 bereits bezahlt, denn vor allem die Nachfrage aus China war es, die im dritten Quartal 2009 bei Kupfer und Eisenerz zu einem Produktionsplus von rund 15 Prozent beigetragen hat. Gut in Erinnerung ist der Versuch einer feindlichen Übernahme durch Xstrata, die Anglo American zur Schaffung einer effizienteren Unternehmensstruktur veranlasste. So sollen ein Viertel der Stellen im Management wegfallen, um eine flexiblere Führungsstruktur zu schaffen.

Geschäftszahlen am 19. Februar

Der Anglo American Konzern steht vor allem auf den Säulen Platin, Industriemetalle, Eisenerz und Kohle, wo 2008 die größten Gewinnbeiträge erwirtschaftet wurden. Im Geschäftsjahr 2009 dürfte es aufgrund der Rezession deutliche Einbußen gegeben haben. Die Jahreszahlen sollen am 19. Februar bekannt gegeben werden. Das größte Risiko für ein Investment in Anglo American ist ein Rückschlag der Weltkonjunktur, der z. B. durch ein zu scharfes Bremsen der Regierung in China ausgelöst werden könnte. Die Preise für Industriemetalle wie Kupfer oder Rohstoffe wie Kohle dürften dann unter Druck geraten.

Fazit:

Der Rohstoffsektor gehört zu den Hauptprofiteuren der Erholung der Weltkonjunktur. Marktführer wie Anglo American sitzen an den Schalthebeln der Weltwirtschaft, denn ohne Rohstoffe geht nichts. Die Korrektur der letzten Woche ist daher eine gute Einstiegschance.

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Stefan Böhm (Diplom-Volkswirt) ist Chef-Redakteur des DaxVestor Börsenbriefs. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dax-vestor.deDer obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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