Athen und Sofia planen Erdölpipeline


ATHEN (dpa-AFX) - Bulgarien und Griechenland wollen eine Öl-Pipeline bauen, um ihre Versorgung zu sichern. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Donnerstag von den Energieministern der beiden EU-Staaten während eines Besuches des bulgarischen Präsidenten Rumen Radew in Athen unterzeichnet. "Beide Länder fördern damit die Energiesicherheit in der Region", sagte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis während des Treffens mit Radew.

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Die EU-Nachbarstaaten würden damit unabhängig von russischen Erdöllieferungen, fügte Mitsotakis hinzu. Griechenland liefert bereits mit einer anderen Pipeline Erdgas nach Bulgarien; Russland hatte die Erdgas-Lieferungen an Bulgarien vergangenes Jahr gestoppt.

Bei dem geplanten Projekt handelt es sich um den Bau einer Pipeline, die die griechische Hafenstadt Alexandroupolis mit der bulgarischen Hafenstadt Burgas an der Schwarzmeerküste verbinden soll. Dort befindet sich die einzige bulgarische Erdöl-Raffinerie. An den Hafen Alexandroupolis würde mit Tankern Rohöl geliefert, das dann über die neue Pipeline nach Burgas weitergeleitet werden könnte.

Die Pipeline ist damit die Umkehrung früherer Absichten: Seit 1995 planten Bulgarien und Griechenland, russisches Erdöl zum Hafen von Burgas bringen zu lassen und es dann weiter nach Alexandroupolis zu leiten./tt/DP/jha

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