Deutliche Erhöhung

Ölpreise nach OPEC-Einigung erheblich unter Druck


Ölpreise nach OPEC-Einigung erheblich unter Druck

Die Ölpreise sind am Montag nach der Einigung wichtiger Ölförderländer auf eine Erhöhung ihrer Produktion erheblich unter Druck geraten. Zudem lastete die schlechte Aktienmarktstimmung auf den Preisen.

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Im Tief kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 69,05 US-Dollar, ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank bis auf 66,67 Dollar. Das waren jeweils etwa viereinhalb Dollar weniger als am Freitag. Bis zuletzt konnten sich die Ölpreise nicht nennenswert erholen.

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Das Ölkartell Opec und seine Partnerländer, vereint im Verbund Opec+, haben sich angesichts der Erholung der Weltkonjunktur am Wochenende auf eine deutliche Erhöhung ihrer Ölproduktion verständigt. Ab August will die Öl-Allianz ihre Tagesproduktion bis auf weiteres um monatlich 400 000 Barrel steigern, wie der Verbund mitteilte. Sollten die Marktbedingungen es zulassen, sollen die in der Corona-Krise ergriffenen Produktionskürzungen bis September 2022 vollständig entfallen.

Die 23 Staaten einigten sich darüber hinaus auf einen neuen Zuschnitt ihrer Förderanteile, der ab Mai 2022 wirksam werden soll. Davon profitieren Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Irak sowie Russland als wichtigstes Partnerland. Eine Einigung hatte sich bereits vor dem Wochenende abgezeichnet. Ein Streit zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten über die Förderquoten hatte eine Einigung vor zwei Wochen noch verhindert.

"Die Opec+ hat durch die Einigung nach außen ihre Einigkeit und Zuverlässigkeit demonstriert", kommentierten die Rohstoffexperten der Commerzbank. Es sei mit einer disziplinierten Umsetzung der Strategie und einem stabilen Preisverlauf in den nächsten Monaten zu rechnen. Aufgrund des Streits zwischen den Saudis und den Emiraten hatte es zwischenzeitlich Überlegungen gegeben, was ein Zerfall der Opec+ für den Ölmarkt bedeuten würde.

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Neben den Beschlüssen von Opec+ wurden die Erdölpreise durch die trübe Stimmung an den Aktienmärkten belastet. Rohstoffe zählen zu den riskanteren Anlageklasse, die unter einer schlechten Marktstimmung meist leiden.

LONDON/NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: Sukpaiboonwat / Shutterstock.com

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