Edelmetallwende

Weltgrößter Juwelier Pandora hält an Platin-Strategie fest - trotz fallender Silberpreise


Weltgrößter Juwelier Pandora hält an Platin-Strategie fest - trotz fallender Silberpreise

Pandora treibt den Wechsel von Silber zu platinbeschichtetem Schmuck weiter voran, obwohl der Silberpreis deutlich gefallen ist.

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• Pandora-CEO bekräftigt Umstieg auf platinbeschichteten Schmuck trotz gesunkener Silberpreise
• Silberbedarf für 2027 zu rund 65 US-Dollar je Feinunze abgesichert
• Jahresprognose für Wachstum und Marge angehoben

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CEO bekräftigt Kurswechsel

Pandora-Konzernchefin Berta de Pablos-Barbier sagte Mitte August gegenüber CNBC, der Umstieg von Silberschmuck auf platinbeschichtete Alternativen werde fortgesetzt, obwohl der Silberpreis von seinen Höchstständen zurückgekommen sei. Der Schmuckkonzern hat laut CNBC 90 bis 100 Prozent seines Silberbedarfs für 2027 zu einem Durchschnittspreis von rund 65 US-Dollar je Feinunze abgesichert. Die Vorstandschefin begründete den Schritt damit, das Materialportfolio breiter aufzustellen und flexibler zu gestalten.

Platin als Antwort auf schwankende Rohstoffpreise

Pandora hatte den Einstieg in platinbeschichteten Schmuck bereits im Februar angekündigt. Das Material gilt als hypoallergen sowie wasser- und anlaufbeständig und soll die Abhängigkeit von Silber verringern. Grundlage ist eine Beschichtungstechnik, die auf dem konzerneigenen Legierungskern PANDORA EVERSHINE aufbaut. Eine im Juli 2025 von Pandora durchgeführte Verbraucherstudie mit 23.000 Teilnehmern ergab, dass 78 Prozent Platin als Edelmetall einordneten, verglichen mit 69 Prozent bei Sterlingsilber. Laut der Telefonkonferenz zum jüngsten Quartalsbericht wurde im Juli ein Pilottest einer begrenzten Auswahl platinbeschichteter Schmuckstücke in den Niederlanden gestartet, ein breiterer Test soll im vierten Quartal 2026 folgen, bevor die Umstellung 2027 ausgeweitet wird.

Starkes zweites Quartal stützt angehobene Prognose

Im zweiten Quartal 2026 erzielte Pandora einen Umsatz von 7.219 Millionen dänischen Kronen bei einem organischen Wachstum von 3 Prozent, das operative Ergebnis lag bei 1,46 Milliarden dänischen Kronen und damit einer Marge von 20,3 Prozent. Begünstigt wurde das Ergebnis durch eine teilweise Rückerstattung zuvor gezahlter US-Zölle. Der Konzern hob seine Jahresprognose für 2026 auf ein organisches Wachstum von 0 bis 3 Prozent sowie eine operative Marge von 22 bis 23 Prozent an, nachdem zuvor ein Wachstum von minus 1 bis 2 Prozent sowie eine Marge von 21 bis 22 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. De Pablos-Barbier, die seit Januar an der Konzernspitze steht und zuvor als Marketingchefin tätig war, führte das Wachstum auch auf neue Kollektionen zurück, darunter die im Juli in Paris vorgestellte Linie Pandora Wonders mit Perlen- und Goldanhängern in Form eines Frosches, eines Kugelfisches und eines Pilzes. Der Analyst Thomas Chauvet vom Analysehaus Citigroup verwies laut Reuters zugleich auf ein unsicheres Konsumklima in Nordamerika und Europa, die zusammen rund 85 Prozent des Umsatzes ausmachen, sowie auf Ausführungsrisiken im Zusammenhang mit der geplanten Umstellung auf platinbeschichtete Kollektionen.

Jonas Vogt, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: yMediaStock / Shutterstock.com, Oselote / Shutterstock.com

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