Darum legen die Ölpreise weiter zu
Die Ölpreise haben am Freitag an ihre Vortagsgewinne angeknüpft.
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Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseeölsorte Brent 110,05 US-Dollar. Das waren 2,46 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,83 Dollar auf 107,17 Dollar.
Das Ölkartell Opec+ will trotz des hohen Preisniveaus und der Sanktionen gegen Russland seine Rohölförderung offenbar weiterhin nur moderat anheben. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg von Delegierten. Man verwies auf die harte Corona-Politik der Chinesen, die das Weltwirtschaftswachstum und die Nachfrage nach Rohöl dämpfe.
Bereits am Donnerstag hatten die Ölpreise nach einem Pressebericht zugelegt. Demnach hat Deutschland seinen Widerstand gegen ein Verbot für Rohölimporte aus Russland aufgegeben. Deutschland sei nun bereit, kein russisches Öl mehr zu kaufen und mache damit den Weg für ein EU-Importverbot frei, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungsvertreter. Wirtschaftsminister Robert Habeck hatte ein Ölembargo gegen Russland in dieser Woche bereits als "handhabbar" bezeichnet.
"Ein Ölembargo der EU gegen Russland rückt näher", kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank die jüngste Entwicklung. Seiner Einschätzung nach komme der deutsche Sinneswandel nicht überraschend, nachdem Wirtschaftsminister Habeck zuvor mitgeteilt hatte, dass Deutschland nur noch zwölf Prozent seiner Ölimporte aus Russland beziehe.
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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