Förderung von mineralischen Rohstoffen konstant - Bauboom erkennbar


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HANNOVER (dpa-AFX) - Die Förderung mineralischer Rohstoffe in Deutschland bleibt konstant. Rund 602 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe wurden 2020 produziert - insbesondere Sand, Kies und Steine. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover hervor. Damit wurden im vergangenen Jahr etwa ein Prozent mehr mineralische Rohstoffe produziert als 2019.

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Heimische Rohstoffe bildeten den Ausgangspunkt für viele inländische Wertschöpfungsketten, etwa für die chemische und pharmazeutische Industrie sowie unter anderem für die Bau-, Metall- und Glasindustrie, sagte Volker Steinbach, Vizepräsident der BGR und Leiter der Abteilung Rohstoffe.

Sand und Kies sowie gebrochene Natursteine sind demnach mit einem Förderanteil von zusammen mehr als 80 Prozent mengenmäßig und erstmals auch vom Wert her die bedeutendsten deutschen Rohstoffe. Der Gesamtwert dieser Baurohstoffe lag laut BGR bei rund 3,7 Milliarden Euro nach 3,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Zurückzuführen sei dies unter anderem auf den anhaltenden Bauboom und eine damit verbundene gestiegene Nachfrage.

Dagegen wurden im Vergleich zu 2019 weniger Energierohstoffe produziert: Mit rund 107 Millionen Tonnen Braunkohle, etwa 2 Millionen Tonnen Erdöl sowie rund 6 Milliarden Kubikmeter Erdgas, Erdölgas und Grubengas ging die Produktionsmenge um 14,5 Prozent zurück. Grund dafür war ein geringerer Primärenergieverbrauch, sagte Sören Henning, Koordinator des Berichts zur Rohstoffsituation. Da es 2020 im Durchschnitt wärmer war als 2019, wurde zum einen weniger Energie für das Heizen verbraucht. Zum anderen machten sich demnach auch Einschränkungen in Mobilität und Industrie zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 bemerkbar. Weiterhin spielte der gestiegene Anteil von Erneuerbaren Energien eine Rolle.

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Insgesamt lag der Wert der heimischen Rohstoffproduktion mit 10,6 Milliarden Euro um 7,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Allein mit heimischen Rohstoffen könne der Bedarf der deutschen Wirtschaft aber nicht gedeckt werden: "Deutschland bleibt weiterhin bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig", sagte Henning.

Der größte Teil der Ausgaben für Importe entfiel den Angaben nach mit einem Anteil von rund 51 Prozent auf die Metallrohstoffe. Insgesamt wurden 2020 rund 387 Millionen Tonnen importiert, 8,4 Prozent weniger als 2019. Die Ausgaben für die importierten Rohstoffe betrugen im Jahr 2020 rund 140 Milliarden Euro (?19,2 Prozent). Grund dafür war der BGR zufolge der zurückgehende Bedarf bei Energierohstoffen.

Mit dem jährlichen Rohstoffbericht informiert die BGR die Bundesregierung, die deutsche Wirtschaft und die Öffentlichkeit über die Versorgungssituation Deutschlands mit Rohstoffen./red/DP/stk

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