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Weshalb die Ölpreise deutlich unter Druck geraten


Weshalb die Ölpreise deutlich unter Druck geraten

Die Ölpreise haben am Donnerstag nachgegeben.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

104.85 USD 1.77 USD 1.72 %

93.60 USD 1.44 USD 1.56 %

Sie entfernten sich damit von ihren unlängst erreichten mehrjährigen Höchstständen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 83,71 US-Dollar. Das waren 89 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 74 Cent auf 81,95 Dollar.

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Bereits am Donnerstag hatten gestiegene US-Rohöllagerbestände die Ölpreise belastet. Hinzu kommt die Aussicht auf neue Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. In diese Richtung deuten jüngste Äußerungen aus dem Iran. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, könnte die Lockerung US-amerikanischer Sanktionen folgen, die unter anderem den Ölexport Irans betreffen.

Die Rohstoffexperten der Commerzbank geben sich beim Thema Iran aber zurückhaltend. "Selbst wenn es zu einer Wiederaufnahme der Gespräche kommt und diese erfolgreich verlaufen, dürfte bis zu einer Einigung und einer Rückkehr der iranischen Ölexporte allerdings noch viel Zeit vergehen."

Für fallende Ölpreise sorgte auch die Ansage aus Russland, bald mehr Erdgas nach Europa liefern zu wollen. Hintergrund ist die derzeitige Knappheit an Erdgas, die nicht nur die Gaspreise, sondern auch die Erdölpreise nach oben getrieben hat. Rohöl kann zum Teil als Ersatz für Erdgas genutzt werden.

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Allerdings erholten sich die Preise etwas von zeitweise noch stärkeren Tagesverlusten. Händler verwiesen auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, laut denen der Ölverbund Opec+ von einem noch engeren Rohölmarkt im vierten Quartal ausgeht. Die Nachfrage dürfe stärker steigen als bisher erwartet, während das Angebot noch etwas geringer ausfallen sollte./jsl/he

SINGAPUR (dpa-AFX)

Bildquellen: Leo Francini / Shutterstock.com, Supertrooper / Shutterstock.com

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