Marine sucht Ostsee um geplantes LNG-Terminal nach alter Munition ab


KIEL/LUBMIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Marine will die Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern nach alter Munition absuchen, die eine Gefahr für Energieinfrastruktur darstellen könnte. Dabei geht es um ein Seegebiet rund um das vorpommersche Lubmin, wo die Einrichtung eines Terminals für Flüssiggas (LNG) geplant ist. Das Minenjagdboot "Bad Bevensen" und das Minentauchereinsatzboot "Bad Rappenau" seien am Montag vom Marinestützpunkt in Kiel in Richtung dieses Gebiets aufgebrochen, teilte die Marine mit. Die Einheiten an Bord seien speziell dafür ausgebildet, den Meeresboden nach Kampfmitteln abzusuchen.

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Hintergrund ist den Angaben nach die Bedrohung, die von im Meer versenkter Munition für wichtige Energieinfrastruktur ausgehe. Die Bundeswehr erwähnt hier explizit das geplante LNG-Terminal. Mit diesem will die Bundesregierung Deutschland unabhängiger von russischem Erdgas machen.

Die Marine verweist auf Zahlen des Expertenkreises Munition der Bund-Länder Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO), wonach viele Tausend Tonnen alter Munition am Boden der Ostsee vermutet werden.

/ssc/DP/nas

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