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Ölpreise tiefer: Ölmarkt reagiert nervös auf Iran-Spekulationen

02.07.26 17:16 Uhr

Ölpreis unter Druck: Brent rutscht erneut ab | finanzen.net

Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen.

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Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 70,79 US-Dollar. Der Preis der globalen Referenzsorte sank damit um 1,09 Prozent. Mit zeitweise 70,16 Dollar fiel der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit Ende Februar 2026.

Belastet wurden die Ölpreise durch die Hoffnung auf eine Einigung bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Beide Konfliktparteien haben nach Darstellung der Vermittlerstaaten Katar und Pakistan in indirekten Gesprächen Fortschritte erzielt. Bei Fragen im Zusammenhang mit dem vor zwei Wochen vereinbarten Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges seien "positive Fortschritte" erzielt worden. Die Unsicherheit mit Blick auf die weitere Entwicklung bleibt aber hoch.

Irans Streitkräfte haben unterdessen erneut ihre Kontrolle über die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus beansprucht. Alle Öltanker und Handelsschiffe seien verpflichtet, ausschließlich die vom Iran festgelegte Route zu benutzen, hieß es in einer Erklärung der Militärführung, die iranische Medien verbreiteten. Der Iran hatte mit Drohungen und Angriffen nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf das Land den Schiffsverkehr in der Meerenge faktisch zum Erliegen gebracht.

Der Iran und die USA hatten sich vor zwei Wochen auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Die Wiederöffnung der für den Ölmarkt wichtigen Straße von Hormus war ein entscheidendes Element. Die Ölpreise fielen unter das Niveau, das vor Kriegsbeginn Ende Februar herrschte. Ende März war der Ölpreis noch bis auf fast 120 Dollar gestiegen.

LONDON (dpa-AFX)

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