Christian Scheid-Kolumne

Überzeugende Entwicklungspipeline


Überzeugende Entwicklungspipeline | finanzen.net

Bis zum Sommer gehörte Novo Nordisk zu den beliebtesten Aktien auf dem Kurszettel.

Werte in diesem Artikel
Aktien

37.66 EUR 0.66 EUR 1.77 %

Der in Dänemark beheimatete Pharmakonzern erreichte in der Spitze einen Marktwert von 475 Mrd. Euro - klare Nummer eins in Europa. Doch inzwischen scheint die Luft raus zu sein. Zwar ist Novo Nordisk immer noch das wertvollste Unternehmen Europas. Doch gegenüber den Höchstkursen hat die Aktie fast ein Viertel ihres Werts verloren.

Werbung

Belastungsfaktoren gibt es mehrere. Schwer wiegen aktuell die Preisdiskussionen in den USA im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen. Je nach deren Ausgang könnten die Gesetzgeber mehr oder weniger stark an der Preisschraube drehen, so die Befürchtungen. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass sich am Ende die Pharmalobby meist durchsetzen kann.

Zudem wirkten sich enttäuschende Daten zu einem Adipositas-Entwicklungsprogramm negativ auf den Kurs aus. Denn damit wuchs an der Börse die Sorge, dass die gegen Ende des vierten Quartals anstehenden Daten eines weiteren Wirkstoffs ebenfalls schlecht ausfallen könnten. Doch da es sich um völlig unterschiedliche Ansätze handelt, sind die Sorgen unbegründet. Zumal die Entwicklungspipeline von Novo Nordisk noch bedeutend mehr zu bieten hat. Unter anderem wird der Novo-Erfolgswirkstoff Semaglutide in den Indikationen MASH, Alzheimer und diabetischer Retinopathie geprüft. Alle drei Bereiche bieten im Erfolgsfall weiteres erhebliches Wachstumspotenzial für Semaglutide.

Wir gehen daher davon aus, dass die Aktie zum Jahresende eine Aufholjagd starten wird, nicht zuletzt im Zuge von Window-Dressing-Maßnahmen seitens professioneller Investoren. Fundamental sind die Perspektiven ohnehin glänzend. Analysten sehen im Schnitt ein Aufwärtspotenzial für die Aktie von gut 17 Prozent. Maximal 16 Prozent Ertrag können Anleger mit einem Discount-Zertifikat von Morgan Stanley (ISIN DE000MJ2Z6A6) erzielen - und dazu reicht ein minimaler Kursanstieg der Aktie aus. Und sollten sich die Anteilscheine im Vergleich zum aktuellen Stand gar nicht bewegen, sind immerhin knapp 14 Prozent Ertrag drin. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Werbung

Christian Scheid ist seit rund 18 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist tätig, davon seit circa zehn Jahren als freier Autor. Aktuell schreibt er für mehrere deutschsprachige Fachmagazine und -zeitungen in den Bereichen Aktien und Derivate, darunter Börse Online, Capital, Euro am Sonntag und Zertifikate // Austria. Per 1. Juli 2014 kehrte er zum ZertifikateJournal zurück, wo er bis Ende 2009 schon einmal tätig war und die damalige Österreich-Ausgabe des ZJ verantwortete.


Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.