Euro am Sonntag-Zerti-Tipp

Tipp des Tages: Knockout-Call auf Yara


Tipp des Tages: Knockout-Call auf Yara

Der norwegische Düngemittelkonzern Yara profitiert von niedrigen Energiepreisen, die Aktie ist schon angesprungen. Risikobereite Anleger setzen auf einen Call.

Werte in diesem Artikel
Aktien

40.02 EUR -1.41 EUR -3.40 %

Devisen

10.83 NOK 0.00 NOK 0.04 %

von Petra Maier, Euro am Sonntag

Das Hamburger Werk des Düngemittelherstellers Yara wurde im September von Umweltschützern blockiert, die auf hohe C02-Emissionen aufmerksam machen wollten - ausgerechnet bei den Norwegern, die sich zu Recht in der Branche als führend in der Reduktion von Emissionen betrachten. Europas größter Hersteller von Stickstoffdünger produziert im Hamburger Werk Harnstoff. Der wird für die Düngemittelproduktion gebraucht, kommt aber auch im Kraftstoffzusatz AdBlue zum Einsatz, um den Stickstoffausstoß in Dieselmotoren zu senken.

Werbung

Auch bei der Entwicklung von sauberem Wasserstoff ist Yara dabei. Freilich sind diese Aktivitäten nicht ganz uneigennützig. Die Herstellung hochwertiger Düngemittel benötigt Energie. Lässt sich an dieser Kostenschraube drehen, wirkt sich das unmittelbar auf den Gewinn aus. Wie das aussehen kann, zeigte sich im vergangenen Quartal: Das bereinigte Ergebnis legte um fast ein Viertel auf knapp 525 Millionen Dollar zu. Yara profitierte von einem um bis zu 50 Prozent günstigeren Gaspreis. Noch deutlicher zeigt sich der Hebel bei den Jahreszahlen. Obwohl der Umsatz um knapp ein Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar zurückging, legte das operative Ergebnis um 42 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar zu.

Die Investoren können sich über eine Anhebung der Dividende freuen. Daneben kauft Yara eigene Aktien zurück. Weil die Anteilscheine eingezogen werden, verteilt sich der Gewinn auf weniger Aktien.

Trotz dieser guten Ausgangsbasis wird die Yara-Aktie im Vergleich zu den US-Konkurrenten mit einem Abschlag gehandelt. 2020 haben die Norweger allerdings gute Chancen, den Abstand zu verringern, sagen Analysten und führen zwei Punkte an: Yara habe im ersten Halbjahr niedrigere Energiekosten als vor einem Jahr, und zugleich sind die Preise für Stickstoffdüngemittel auf Erholungskurs. Vor allem in den USA wird nach zwei schwachen Jahren mit höheren Absatzmengen gerechnet. Die Farmer erzielen im Moment gute Preise für Mais und Soja.

Werbung

Mit der Aussicht auf höhere Volumen und niedrige Produktionskosten sollte es möglich sein, den Abschlag aufzuholen. Die Kursziele der Analysten reichen bis 500 norwegische Kronen. Um mit dem vorgestellten K.-o.-Call ordentlich zu verdienen, muss es gar nicht so weit gehen. Schafft die Aktie den Sprung auf das 52-Wochen-Hoch, brächte der Call bei unveränderter Währunsgrelation über 50 Prozent. Bei einem Kurs von 500 Kronen für den Basiswert würde sich der Call fast verdreifachen.

Knock-out-Call auf Yara

Emittent: Commerzbank
ISIN: DE 000 CJ5 J55 2
Laufzeit: endlos
K.-o.-Call Kurs 17.02.2020: 0,72 €
Bezugsverhältnis: 0,1
Basispreis variabel: 307,22 NOK
K.-o.-Schwelle variabel: 319,99 NOK
Hebel: 5,5
Abstand zur K.-o.-Schwelle: 15,4 %
Währungsrisiko: Ja
Kurs Basiswert: 378,00 NOK







_______________________________

Bildquellen: Pavel Kapysh / Shutterstock.com

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.