Hebelzertifikate-Trader

Bald wieder günstig tanken?


Bald wieder günstig tanken? | finanzen.net

Wir hatten in den vergangenen Wochen immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass es beim Ölpreis eine äußerst ungünstige Konstellation gibt, die auf einen etwas deutlicheren Rücksetzer hindeutet.

So zeigen die Daten des "Commitment of Traders Report (COT)" bereits seit einigen Wochen an, dass mit einem Rücksetzer gerechnet wird. Demnach haben die so genannten "Commercials" noch höhere Positionen, als dies vor dem kräftigen Einbruch im Jahr 2014 der Fall war, als der Ölpreis der Sorte Brent damals von rund 130 US-Dollar auf zunächst knapp über 60 US-Dollar einbrach und diese Talfahrt dann bis Anfang des vergangenen Jahres fortsetzte. Damals wurde das Tief dann bei rund 35 US-Dollar markiert. Wenngleich ein solcher Einbruch aktuell absolut schon aufgrund des aktuellen Preises nicht möglich ist, scheint doch ein erneuter und damit etwas deutlicher Rücksetzer wahrscheinlich zu sein.

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Charttechnisch weitere Verkaufssignale

Auch charttechnisch ergibt sich momentan kein gegenteiliges Bild, da der Kurs die Seitwärtstendenz der letzten Wochen klar nach unten verlassen hat und derzeit am mittelfristigen Aufwärtstrend eine kleine Konsolidierung durchläuft, welcher Anfang des vergangenen Jahres seinen Ursprung hat. Nicht besser sieht es bei der US-Sorte WTI aus, die ebenfalls mit Verkaufssignalen glänzt, so dass auch hier eine Fortsetzung der bereits eingeschlagenen Richtung nicht überraschen sollte. Wir hatten daher im Hebelzertifikate-Trader mit der WKN PS68YV bereits im Januar eine Short-Position auf den Ölpreis der Sorte WTI frühzeitig aufgebaut, die aber trotz des zuletzt erlangten Gewinns immer noch interessant bleibt.

Weiterhin billiges Geld?

Die Europäische Zentralbank hat den jüngsten Anstieg der Inflation auf rund zwei Prozent dem gestiegenen Ölpreis angelastet. Man darf daher gespannt sein, wie sehr sich die Geldentwertungszahl wieder lockert, wenn der Kurs des Schwarzen Goldes einen abermaligen Rücksetzer vollzieht. Anders ausgedrückt, würde ein fallender Ölpreis den Druck auf die EZB reduzieren, ebenfalls an der Zinsschraube zu drehen, wie es in der abgelaufenen Woche die US-Notenbank bereits getan hat. Dies wiederum sollte dann auch weiterhin unterstützend für die Rally am Aktienmarkt sein.

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Börsenbriefes Hebelzertifikate-Trader. Bereits seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt er sich mit dem Thema Börse, speziell der Technischen Analyse. Infos: www.hebelzertifikate-trader.de Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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