Trading Idee: Apple - Konsolidierung eröffnet neue Einstiegschance
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Die Papiere von Apple (ISIN: US0378331005), des weltweit wertvollsten Technologiekonzerns und Herstellers von iPhone, Mac, iPad, Wearables und digitalen Dienstleistungen, notieren aktuell bei 305,59 US-Dollar und befinden sich weiterhin in einer Seitwärtsbewegung im Bereich der Unterstützungszone um 300 Dollar. Dieser Bereich könnte als Basis für einen erneuten Anstieg dienen.
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Vom Verlaufshoch bei 344,57 Dollar hat die Aktie im Zuge einer enttäuschenden Quartalsprognose rund 11% abgegeben und handelt aktuell unterhalb des 10er-EMA bei 308,76 Dollar und des 50er-EMA bei 308,95 Dollar, die nahezu auf gleicher Höhe als wichtige Widerstandszone fungieren. Der weit unterhalb verlaufende 200er-EMA bei 282,01 Dollar bestätigt jedoch den übergeordneten Aufwärtstrend seit dem Verlaufstief bei 245,51 Dollar. Zudem notieren die Titel weiterhin über der Ichimoku-Wolke, was bullisch zu werten ist. Der 200er-EMA dient gemeinsam mit der Ichimoku-Wolke als langfristiger Signalgeber für den weiteren Kursverlauf. Ein Anstieg über die eng beieinanderliegenden kurzfristigen EMAs bei rund 309 Dollar wäre bei einem nachhaltigen Abprall an der Unterstützungszone um 300 Dollar ein erstes Kaufsignal in Richtung der offenen Gaps bei 329,59 und 337,35 Dollar. Solange der Bereich um 300 Dollar weitgehend verteidigt werden kann, ist bei den Apple-Aktien eher mit erneut steigenden Kursen nach dem Rücklauf zu rechnen.
Saisonal betrachtet gehört die Phase vom heutigen 18. August bis zum 16. Oktober zu den stärkeren Phasen für die Apple-Aktien, mit einer Trefferquote von 90% über die vergangenen zehn Jahre und einer annualisierten Rendite von 11,58%. Bei der Saisonalität handelt es sich allerdings nur um Durchschnittswerte des genannten Zeitraums, es ist also kein garantierter Verlauf für das aktuelle Jahr.
Am 30. Juli präsentierte Apple Rekordergebnisse für das dritte Fiskalquartal 2026. Der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 2,02 Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 1,89 Dollar um rund 7%, der Quartalsumsatz stieg um 16% im Jahresvergleich auf den Juni-Quartals-Rekord von 109,4 Milliarden Dollar. Der iPhone-Umsatz legte um 22% auf 54,3 Milliarden Dollar zu, der Mac-Umsatz schnellte um 29% auf 10,4 Milliarden Dollar nach oben und der Dienstleistungsumsatz kletterte um 12% auf 30,7 Milliarden Dollar, jeweils neue Juni-Quartals-Rekorde. Die Bruttomarge erreichte 50,1% einschliesslich Zollrückerstattungen in Höhe von rund 2 Prozentpunkten, bereinigt lag sie bei 48,1%. Der operative Cashflow markierte mit 34,4 Milliarden Dollar ebenfalls einen neuen Höchststand für ein Juni-Quartal, während das Unternehmen 33 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurückführte, darunter 25,8 Milliarden Dollar durch Aktienrückkäufe und 4 Milliarden Dollar als Dividende. Die installierte Gerätebasis überstieg erstmals 2,5 Milliarden aktive Geräte bei über 1,5 Milliarden zahlenden Abonnenten.
Allerdings trübte die Prognose für das September-Quartal die Stimmung. Das Management stellte ein Umsatzwachstum von 9 bis 11% in Aussicht und lag damit unter der Konsenserwartung von rund 12%, belastet durch einen Gegenwind beim Wechselkurs von 2,5 Prozentpunkten und sich deutlich verschärfende Lieferengpässe bei fortschrittlichen Halbleiterknoten, die iPhone, Mac und iPad betreffen. Die Bruttomarge für das September-Quartal wurde mit 47 bis 48% prognostiziert, wobei steigende Speicherchipkosten den Hauptbelastungsfaktor darstellen und laut Management für mehr als 100% der sequenziellen Margenkompression verantwortlich sind. Die Aktie verlor daraufhin am 31. Juli rund 10% und büsste knapp 500 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung ein.
Strategisch steht Apple vor einem Produktzyklus, der die charttechnische Konsolidierung überlagern könnte. Im September 2026 soll das erste faltbare iPhone unter dem Namen iPhone Ultra auf den Markt kommen, mit einem geschätzten Preis von 2.199 Dollar und Verkaufserwartungen von 14 Millionen Einheiten im Fiskaljahr 2027. Das Gerät dürfte die durchschnittlichen Verkaufspreise des iPhones um rund 11% anheben. Gleichzeitig steht der Marktstart einer grundlegend überarbeiteten Version von Siri bevor, die als zentraler Nachfragetreiber für den Weihnachtszyklus positioniert wird. Auf der anderen Seite wurde das geplante All-Glass-iPhone für das 20-jährige Jubiläum im September 2027 wegen niedriger Produktionsausbeuten gestrichen, was eine geplante Hebung der Durchschnittspreise bei künftigen iPhone-Generationen zunichtemacht. Der Übergang der Unternehmensführung von CEO Tim Cook zu John Ternus im September 2026, wobei Cook als Executive Chairman verbleibt, fällt mit diesen Produkteinführungen zusammen und birgt ein gewisses Umsetzungsrisiko. Zudem hat Apple einen Fertigungsvertrag über mehr als 30 Milliarden Dollar mit Broadcom abgeschlossen, die grösste Investitionszusage in die US-Fertigung in der Unternehmensgeschichte.
Die Analysten prognostizieren einen Gewinn je Aktie von 8,92 Dollar für das Fiskaljahr 2026, 9,36 Dollar für 2027 und 10,52 Dollar für 2028, was Steigerungen von 20%, 5% und 12% entspricht. Das geschätzte KGV sinkt damit von 34,3 für 2026 auf 32,7 für 2027 und 29,1 für 2028. Von 48 Analysten empfehlen 30 die Aktie zum Kauf, 15 zum Halten und drei zum Verkauf, bei einem durchschnittlichen Kursziel von 310,51 Dollar.
Allerdings ist die Analystenlandschaft selten so gespalten. Rothschild and Co Redburn stufte die Aktie erst am 17. August von Neutral auf Kaufen hoch und hob das Kursziel von 260 auf 400 Dollar an, getrieben vom erwarteten faltbaren iPhone und einer Neuausrichtung der KI-Strategie. Auf der Gegenseite senkte Jefferies die Einstufung am 11. August von Halten auf Verkaufen und reduzierte das Kursziel auf 263,66 Dollar nach der Absage des All-Glass-iPhones. Weitere bearishe Stimmen kommen von Barclays mit Verkaufen und einem Ziel von 245 Dollar und KeyBanc mit Verkaufen und 250 Dollar. Apple zahlt eine Dividende mit einer Rendite von 0,35% und hat diese 14 Jahre in Folge angehoben. Das Beta liegt bei 1,09. Die nächsten Quartalszahlen werden am 29. Oktober 2026 erwartet.
Fazit:
Trader könnten eine Long-Position auf die Titel von Apple über einen Open End Turbo Long von ING Markets mit der WKN NB3TQF in Betracht ziehen, um bei einem Anstieg des Basiswerts auf 330 Dollar eine Rendite von +36,71% zu erzielen. Der Stopp-Loss könnte bei 295 Dollar platziert werden, was einem Verlust von 18,80% im Hebelprodukt entsprechen würde. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser Trading Idee beträgt 1,95.
Risikohinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Werte dar. Die besprochenen Wertpapiere sind sehr volatile und risikoreiche Anlageformen. Dies ist keine Anlageberatung, und jede Entscheidung erfolgt auf eigenes Risiko. Hinweis: Stopp-Loss-Marken und Gewinnziele dienen lediglich als Orientierung und sollten an das individuelle Risiko- und Geldmanagement sowie die tagesaktuelle Marktentwicklung angepasst werden. Gewinne sollten eigenverantwortlich realisiert werden. Das Erreichen des Kursziels basiert auf dem angegebenen Zielkurs des Basiswerts. Der Autor ist zum Zeitpunkt der Analyse nicht in Apple-Aktien investiert.
| Trading Idee: Apple | |
|---|---|
| Basiswert | Apple Inc. (ISIN: US0378331005) |
| Produktgattung | Turbo Long |
| Emittent | ING Markets |
| ISIN/WKN Hebelprodukt | DE000NB3TQF0 / NB3TQF |
| Laufzeit | Open End |
| Kurs K.-o.-Call (Datum) | 5,34/5,50€ (18.08.2026, 12:42 Uhr) |
| Basispreis variabel | 243,09$ |
| Knock-out-Schwelle | 243,09$ |
| Hebel | 4,86 |
| Abstand zum Knock-out | 20,36% |
| Stop-Loss Call | 4,42€ |
| Ziel Call | 7,45€ (+36,71%) |
Risikohinweis: | |
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