Trading Idee: Vestas Wind Systems - Rekordauftragsbuch und anziehende Marge treiben Kurs an
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Die Aktien von Vestas Wind Systems (ISIN: DK0061539921), des in Aarhus ansässigen dänischen Herstellers von Windkraftanlagen, notieren bei rund 27,60 Euro und damit nur etwas unter dem jüngsten Verlaufshoch bei 29,28 Euro.
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Ein nachhaltiger Anstieg über das bisherige Verlaufshoch bei 29,28 Euro würde den Weg in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 30 Euro freimachen. Auf der Unterseite bilden der 50er-EMA bei rund 25,60 Euro und die ehemalige Widerstandszone um 26,70/27,00 Euro wichtige Unterstützungen. Sollten sich die Papiere weitgehend im Bereich um den 10er-EMA fangen können, wonach es aktuell aussieht, wäre nach dem Rücksetzer mit einem direkten weiteren Kursanstieg bis 30 Euro zu rechnen.
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um gut 26 Prozent auf 4,72 Milliarden Euro. Besonders deutlich verbesserte sich die Profitabilität. Die operative Marge vor Sondereffekten (EBIT) stieg auf 9,4 Prozent nach 1,5 Prozent im Vorjahresquartal. Der Auftragseingang erreichte 3,4 Milliarden Euro beziehungsweise 3.349 Megawatt. Die Leistung lag 67 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die neuen Aufträge entfielen allerdings vollständig auf Onshore-Projekte, insbesondere in Deutschland und den USA. Im Offshore-Geschäft kamen im zweiten Quartal keine neuen Aufträge hinzu. Das kombinierte Auftragsbuch erreichte mit 76,9 Milliarden Euro einen Rekordwert. Davon entfallen rund 36 Milliarden Euro auf Windkraftanlagen und etwa 40,9 Milliarden Euro auf das Servicegeschäft. Der Bestand deckt damit den Umsatz auf Jahre.
Für 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin einen Umsatz zwischen 20 und 22 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurde die operative Marge vor Sondereffekten-Prognose auf 7 bis 9 Prozent angehoben, nachdem zuvor lediglich 6 bis 8 Prozent erwartet worden waren. Der entscheidende fundamentale Treiber der Trading-Idee ist damit weniger das Umsatzwachstum als vielmehr die deutliche Margenerholung.
Zusätzliche Unterstützung liefert der beschlossene Aktienrückkauf über 400 Millionen Euro. Berenberg stufte die Aktie nach den Quartalszahlen auf „Kaufen“ hoch und nennt ein Kursziel von 32 Euro. Für 2027 und 2028 werden dort operative Margen von 10,2 beziehungsweise 11,2 Prozent angesetzt. Das Offshore-Geschäft bleibt allerdings ein Risikofaktor, da der Bereich 2026 voraussichtlich noch Verluste schreiben wird und der Ausbau zusätzliche Investitionen erfordert.
Positiv ist zudem der Fortschritt beim Offshore-Projekt He Dreiht. Ende August wurde die Montage aller 64 Vestas-Anlagen mit jeweils 15 Megawatt abgeschlossen. Das unterstreicht, dass die Offshore-Produktion trotz des zuletzt fehlenden Auftragseingangs weiter hochgefahren wird. Fundamental wird für 2026 ein Gewinn je Aktie von rund 1,32 Euro erwartet. Daraus ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 20,9. Für 2027 und 2028 werden Gewinne je Aktie von 1,63 beziehungsweise 1,83 Euro prognostiziert. Das entsprechende KGV würde damit auf rund 16,9 beziehungsweise 15,0 sinken.
Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei rund 30,73 Euro und damit oberhalb des aktuellen Kursniveaus. Modellbasierte faire Werte aus aktuellen Research-Studien liegen um 31,60 Euro. Die nächste wichtige Bewährungsprobe folgt mit den Quartalszahlen am 11. November 2026. Dann dürfte sich zeigen, ob die angehobene Margenprognose bestätigt werden kann und ob sich auch das Offshore-Geschäft wieder stärker entwickelt.
Fazit:
Risikohinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Werte dar. Die besprochenen Wertpapiere sind sehr volatile und risikoreiche Anlageformen. Dies ist keine Anlageberatung, und jede Entscheidung erfolgt auf eigenes Risiko. Hinweis: Stopp-Loss-Marken und Gewinnziele dienen lediglich als Orientierung und sollten an das individuelle Risiko- und Geldmanagement sowie die tagesaktuelle Marktentwicklung angepasst werden. Gewinne sollten eigenverantwortlich realisiert werden. Das Erreichen des Kursziels basiert auf dem angegebenen Zielkurs des Basiswerts. Der Autor ist zum Zeitpunkt der Analyse nicht in Vestas-Aktien investiert.
Trader könnten eine Long-Position auf Vestas Wind Systems über ein Open-End-Turbo-Long-Zertifikat von Lang & Schwarz mit der WKN LX6XBS in Betracht ziehen. Der Einstieg bei rund 27,74 Euro entspricht dem aktuellen Kursniveau. Bei einem Anstieg der Vestas-Aktie auf 30 Euro ergibt sich für das Hebelprodukt ein rechnerischer Zielkurs von 1,38 Euro. Ausgehend von einem Briefkurs von 1,16 Euro entspricht dies einem Renditepotenzial von rund 18,62 Prozent.
Der Stopp-Loss für den Basiswert könnte bei 26 Euro platziert werden. Damit liegt die Absicherung bewusst knapp oberhalb des 50er-EMA bei rund 25,60 Euro und oberhalb der früheren Ausbruchszone um 25 Euro. Fällt die Aktie unter 26 Euro zurück, wäre die kurzfristige Long-These zunächst geschwächt. Dies entspricht einem Stoppkurs des Hebelprodukts von rund 0,98 Euro und einem möglichen Verlust von 15,86 Prozent.
Das Chance-Risiko-Verhältnis der Trading-Idee beträgt 1,17.
| Trading Idee: Vestas Wind Systems | |
|---|---|
| Basiswert | Vestas Wind Systems A/S (ISIN: DK0061539921) |
| Produktgattung | Open End Turbo Long |
| Emittent | L&S |
| ISIN/WKN Hebelprodukt | DE000LX6XBS6 / LX6XBS |
| Laufzeit | Open End |
| Kurs K.-o.-Call (Datum) | 1,15/1,16€ (02.09.2026, 15:01 Uhr) |
| Basispreis variabel | 16,82€ |
| Knock-out-Schwelle | 16,82€ |
| Hebel | 2,43 |
| Abstand zum Knock-out | 38,94% |
| Stop-Loss Call | 0,98€ |
| Ziel Call | 1,38€ (+18,62%) |
Risikohinweis: | |
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