ZertifikateJournal-Kolumne

Musks Clown-Show


Musks Clown-Show | finanzen.net

Die Preissenkungen bei Tesla zeigen Wirkung: Der Elektroautobauer hat im zweiten Quartal mit fast 25 Mrd. Dollar einen Rekordumsatz eingefahren - ein Plus von 47 Prozent.

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Darunter litt erwartungsgemäß die Profitabilität: Der Gewinn kam lediglich um 20 Prozent auf 2,7 Mrd. Dollar voran. Die operative Marge ging im dritten Quartal in Folge zurück, und zwar auf 9,6 Prozent. Von CEO Elon Musks vollmundigem Versprechen, dass die fortgeschrittene Version von Teslas Assistenzsystem Autopilot bis Jahresende ein Fahrzeug besser als ein Mensch steuern könnte, ließen sich Börsianer nicht ablenken. Kein Wunder: Im Conference Call schränkte der Milliardär ein, dass das nicht bedeute, dass die Software auch von den Regulierern zugelassen werde. Kurzfristig die vielleicht noch größere Enttäuschung sind die Entwicklungen rund um den Cybertruck. Zunächst meldete Tesla, dass Tesla nach zwei Jahren Verzögerung den ersten Elektro-Pickup in seinem Werk in Austin baut, was Anleger schon auf den Beginn der Serienfertigung spekulieren ließ. Im Call stellte Musk klar, dass es noch eine Vorversion des Fahrzeugs war. Zudem blieben Fragen zum Preis unbeantwortet. Die Aktie gab deutlich nach. Angesichts der Marktkapitalisierung von aktuell 830 Mrd. Dollar ist die Tesla-Aktie auf Basis der aktuellen Prognosen der Analysten für 2023 mit dem mehr als 80-fachen der Gewinne bewertet. Das Umsatzmultiple auf Basis der für 2023 geschätzten Erlöse beläuft sich auf satte 8,3. Damit ist klar: Auch wenn wir seit einiger Zeit falsch liegen, führt kein Weg daran vorbei, Tesla weiterhin auf der "Short"-Liste zu führen. Um die Idee umzusetzen, ist der Discount Put von Vontobel aus ZJ 26.2023 geeignet (ISIN DE000VV0V4V9).

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Wolfgang Raum ist seit Mitte 2005 Chefredakteur des ZertifikateJournal Deutschland. Insgesamt kann Raum auf mehr als 15 Jahre Berufserfahrung im Kapitalmarkt-Journalismus verweisen. Unter anderem war der 41-Jährige mehr als fünf Jahre für das Anlegermagazin CAPITAL Depesche verantwortlich. Neben seiner wöchentlichen Kolumne in der „Euro am Sonntag“ ist er regelmäßig als Experte in TV-Shows zu Gast, beispielsweise bei Bloomberg.TV und der 3satBörse. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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