Lane: EZB hat schärfste Straffung ihrer Geschichte unternommen


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Chefökonom der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip Lane, hat hervorgehoben, dass die Notenbank seit Juli 2022 den steilsten Zinserhöhungszyklus in ihrer Geschichte vorgenommen hat. Seitdem wurden die Leitzinsen um kumuliert 300 Basispunkte erhöht. Und für März hat die EZB eine weitere Zinserhöhung um 50 Basispunkte in Aussicht gestellt. Ein Vergleich des aktuellen Erhöhungszyklus mit früheren Zyklen sei allerdings aus drei Gründen schwierig, erläuterte Lane.

Werbung

Erstens habe der aktuelle Zinserhöhungszyklus erst vor sechs Monaten begonnen, und der Großteil der Pipeline-Effekte dürfte sich erst in den kommenden Monaten und Jahren einstellen.

Um zu verstehen, wie sich die Geldpolitik auf die Wirtschaft auswirkt, sei es - zweitens - wichtig, nicht nur das heute erreichte Zinsniveau zu betrachten, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der die Zinsen in einem relativ kurzen Zeitraum angehoben wurden.

Drittens habe der Beginn des Zinserhöhungszyklus die Ära der negativen Leitzinsen beendet und die erste Zinserhöhung seit 2011 markiert. Daher könnte sich der Zinserhöhungszyklus nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ von den in der Vergangenheit beobachteten Zyklen unterscheiden.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.