Geldanlage-Report

Drägerwerk: Drastischer Sparkurs!


Die Steigerung der Gewinnmargen erhöht die Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Werte in diesem Artikel
Aktien

84.30 EUR -1.30 EUR -1.52 %

Indizes

2,162.95 EUR -27.67 EUR -1.26 %

13,538.28 EUR -179.37 EUR -1.31 %

9,863.10 EUR -131.19 EUR -1.31 %

3,839.11 EUR -73.42 EUR -1.88 %

3,480.04 EUR -33.16 EUR -0.94 %

Darauf sind Aktionäre scharf. Für weitere Kurssteigerungen fehlt Wachstum.

Ein fast sensationell gutes viertes Quartal katapultierte die Drägerwerk-Aktie im letzten Monat an die Spitze des Performance-Rankings der deutschen Blue Chips. Mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 80,1 Millionen Euro in 2009 wurde beispielsweise die Schätzung von UniCredit Research, die bei 56,5 Millionen Euro gelegen hatte, geradezu pulverisiert. Alleine im vierten Quartal wurde ein EBIT von 51,7 Millionen Euro eingefahren.

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Ein großer Teil des Gewinnsprungs ist allerdings auf Einsparungsmaßnahmen zurückzuführen gewesen. Statt wie geplant um 25 Millionen wurden die Kosten gleich um 45 Millionen Euro zurückgefahren. Die Umsätze blieben dabei in 2009 immerhin konstant. Weitere Einsparfantasie kommt aus der Übernahme der restlichen Anteile von Siemens an Drägerwerks Medizintechnik-Sparte. Allerdings notiert die Aktie mittlerweile auf einem 2010er-KGV von 17.

Angesichts eines prognostizierten Umsatzwachstums im niedrigen einstelligen Bereich für 2010 wird auf Basis dieser Kennzahl die Luft für weitere Kurssteigerungen mittlerweile sehr dünn. Hinzu kommt, dass nach wie vor eine Kapitalerhöhung drohend im Hintergrund lauert. Dies könnte gegebenenfalls stark hemmend auf den Kursverlauf wirken.

Defensives Papier

Drägerwerk profitiert im aktuellen Umfeld vom defensiven Charakter des operativen Geschäfts. Medizintechnik ist relativ konjunkturunabhängig, so dass Fondsmanager sich in Schwächephasen des Marktes gerne auf diese Art von Aktien stürzen. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob das Unternehmen tatsächlich durch das Einsparprogramm den Gewinn um circa 100 Millionen Euro jährlich steigern kann.

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Jahrelang lag das Problem der Lübecker in den sehr geringen Gewinnmargen, die eigentlich nie nennenswert über fünf Prozent lagen. Ebenfalls wichtig wird die weitere Entwicklung im Bereich Sicherheitstechnik. Hier verhagelte ein stornierter Großauftrag für Tieftauchsysteme das Ergebnis komplett.

Mein Fazit:

Selbst wenn die ehrgeizigen Sparpläne auch in 2010 wie geplant umgesetzt werden können, scheint die Bewertung der Aktie inzwischen relativ ausgereizt. Wir raten zu Gewinnmitnahmen.

Armin Brack ist Chefredakteur des Geldanlage-Reports. Gratis anmelden unter: www.geldanlage-report.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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DatumRatingAnalyst
28.05.26 Drägerwerk Hold Jefferies & Company Inc.
17.04.26 Drägerwerk Hold Jefferies & Company Inc.
26.01.26 Drägerwerk Halten DZ BANK
16.01.26 Drägerwerk Hold Jefferies & Company Inc.
31.10.25 Drägerwerk Hold Jefferies & Company Inc.