Geldanlage-Report

Henkel im Check: Kaufen?


Bester DAX-Wert in Korrektur

Werte in diesem Artikel
Aktien

69.90 EUR -0.40 EUR -0.57 %

141.10 EUR -1.75 EUR -1.23 %

Indizes

2,161.21 EUR -29.41 EUR -1.34 %

25,465.25 EUR -352.64 EUR -1.37 %

669.80 EUR -8.70 EUR -1.28 %

13,523.78 EUR -193.87 EUR -1.41 %

9,852.86 EUR -141.43 EUR -1.42 %

Henkel überzeugt mit sehr guten Ergebnissen fürs dritte Quartal und übersteht die Korrektur im DAX völlig unbeeindruckt. Die Aktie hat weiteres Kurspotenzial.

Eins vorweg: Für aggressive Wachstumsanleger oder gar Trader ist Henkel nicht geeignet. Für konservative Anleger mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont dafür umso mehr. Kurz zum operativen Geschäft: Henkel ist einer der weltweit ältesten Hersteller von chemiebasierten Markenprodukten. Es gibt drei strategische Geschäftsfelder: Wasch-/Reinigungsmittel, Kosmetik/Körperpflege sowie Kleb-/Dichtstoffe.

Vor allem die ersten beiden Bereiche sind relativ konjunkturresistent, weil die Nachfrage durch die Konsumenten unelastisch ist. Logisch: Auch in konjunkturell schlechten Zeiten brauchen die Leute Shampoos und Duschgels, um sich zu waschen. Dabei greifen sie gerne auf bekannte Marken von Henkel wie „Schauma“ oder „Fa“ zurück. Bei der Haarpflege dürften die Namen „Taft“ und „Gliss“ den meisten Deutschen ein Begriff sein, genauso wie „Persil“, „Weißer Riese“ oder „Spee“ im Waschmittelbereich. Die Klebstoffmarken Pattex und Pritt waren teilweise sogar als Synonym für Klebstoff verwendet.

Das kann allerdings aus Sicht der Aktionäre nicht darüber hinweg täuschen, dass der operative Erfolg sich nur bis Ende der 90er- Jahre auch in einem konstant steigenden Aktienkurs widergespiegelt hat. Klar, das Unternehmen bewegt sich in gesättigten Märkten und wächst vor allem über Zukäufe. Während Henkel hier in den letzten Jahren eine gute Hand bewiesen hat, beispielsweise bei der Übernahme des US-Klebstoff-Konkurrenten National Starch, kommt man bei den Gewinnmargen nicht so recht voran.

Das große Vorbild ist hier der US-Riese Procter&Gamble, der es seit Jahren schafft, Gewinnmargen von 20 Prozent einzufahren. Während das teilweise auch an Unterschieden in der Produktpalette liegt, hat Henkel zuletzt durch ein massives Kostensenkungsprogramm gezeigt, dass man nun gewillt ist, mit aller Macht die Gewinnspannen zu erhöhen. Die meisten Analysten erhöhten prompt ihre Kursziele. Ebenfalls wichtig: Der Verband der chemischen Industrie teilte am Dienstag mit, dass der Aufwärtstrend in der Branche sich im dritten Quartal noch verstärkt und an Substanz gewonnen habe.

Mein Fazit:

Mit einem 2010er-KGV von 15,5 ist die Aktie für ein beim Umsatz eher stagnierendes Unternehmen kein Schnäppchen. Die Gewinndynamik im kommenden Jahr spricht aber für einen Kauf.

Armin Brack ist Chefredakteur des Geldanlage-Reports. Gratis anmelden unter: www.geldanlage-report.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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26.06.26 Merck Equal Weight Barclays Capital
26.06.26 Merck Kaufen DZ BANK
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