Vermögensverwalter-Kolumne

Verdienen am Internet-Auto


Verdienen am Internet-Auto | finanzen.net

Der Automobilindustrie stehen schwere Zeiten bevor. Zumindest den klassischen Autoschmieden.

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Von Uwe Zimmer, Vorstand der Vermögensverwaltung Meridio AG, Köln

Ihnen erwächst Konkurrenz durch die Apple-, Google- oder jüngst auch Alibaba-Autos. Doch einige Unternehmen profitieren doppelt.

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Gerade hat der chinesische Internet-Konzern Alibaba angekündigt, ebenfalls in die Entwicklung und Produktion von Autos einzusteigen. Das zeigt zum einen die wirtschaftliche Potenz des Unternehmens, das sich auf Augenhöhe mit den Googles und Apples dieser Welt sieht. Zum anderen zeigt es, dass der Trend zum Software-Auto ungebrochen ist.

Die Internetkonzerne nutzen ihr Wissen um die Wünsche ihrer Kunden, um Autos zu bauen, die wie IPhones sind: auch nicht besser als andere aber sehr stark in der Handhabung - und im Prestigefaktor. Das ist nach Ansicht vieler Experten schon die halbe Miete, um den Automarkt so aufrollen zu können wie den Telefonmarkt. Aber über eines verfügen die Internet-Konzerne nicht: klassisches Automobilbau-Know-How.

Nun ließe sich mit den vorhandenen Milliarden in den Schatullen auch der ein oder andere Autokonzern übernehmen. So ist Daimler irgendetwas um die 100 Milliarden Euro wert, alleine die verfügbaren Mittel von Apple liegen weit darüber. Aber warum sollte sich jemand die Risiken einkaufen? Stattdessen lässt sich von den Autobauern vor allem eines lernen: das Outsourcen.

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Schon lange liegt nicht mehr das gesamte Know-How zum Autobau bei den Autobauern. Die Zulieferer sind in manchen Feldern die eigentlichen Technologieträger. Nachdem bekannt wurde, dass Apple ganze Teams von genau solchen Zulieferern abwirbt ist klar, dass hier eine große Begehrlichkeit herrscht. Und die lässt sich nutzen.

Denn zum einem werden die Automobilzulieferer von der Übernahmephantasie profitieren. Zum anderen werden sie aber auch verdienen, wenn sie unabhängig bleiben - und zwar doppelt und dreifach. Denn um überhaupt in einer sinnvollen Zeit zur Marktreife zu gelangen werden die Internetautobauer nicht alles selber entwickeln können. Das bedeutet aber, dass viel Entwicklungsarbeit an die Zulieferer geht, und das nicht nur von einem Anbieter. Da die neuen Autos anzunehmender Weise sehr unterschiedlich ausfallen werden, müssen auch die Komponenten gleich mehrfach entwickelt werden. Daran lässt sich verdienen.

Alibaba ist übrigens einen Schritt weiter als die anderen: Angesichts der Komplexität der Aufgabe hat man dort gleich ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Autobauer SAIC gegründet. Sollte das Alibaba-Auto erfolgreich sein könnte aus dem Joint-Venture bald eine komplette Übernahme werden. Die wirtschaftliche Potenz auch dafür hat Alibaba.

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: 1000 Words / Shutterstock.com

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