Ad-hoc-Mitteilung

OHB-Aktie hebt ab: Deutsches "Starlink" für die Bundeswehr? Milliardenprojekt treibt Anlegerfantasie


OHB-Aktie hebt ab: Deutsches "Starlink" für die Bundeswehr? Milliardenprojekt treibt Anlegerfantasie

Nachdem Berichte über eine weitreichende Kooperation zwischen Airbus, Rheinmetall und OHB die Runde machten, herrscht nun möglicherweise Gewissheit.

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• OHB mit Ad-hoc-Mitteilung
Bundeswehr plant Satellitenkonstellation "SATCOMBw Stufe 4"
• Projektvolumen laut Berichten bis zu zehn Milliarden Euro

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In einer Ad-hoc-Mitteilung am Vormittag bestätigte die OHB die fortlaufenden Gespräche über eine Beteiligung an öffentlichen Vergabeverfahren. Ziel ist ein militärisches Satellitennetz für die Bundeswehr - eine Art "deutsches Mini-Starlink". Erste Meldungen dazu kamen bereits am Wochenende.

Ende des Bieterwettstreits zugunsten nationaler Souveränität

Rheinmetall, Airbus und der Bremer Satellitenspezialist OHB waren bislang Konkurrenten im Rennen um das Milliardenprojekt "SATCOMBw Stufe 4". Nun schließen sich die Unternehmen zusammen. Der Grund: Zeitdruck und die hohe Komplexität des Vorhabens.

Die Bundeswehr benötigt bis Ende der 2020er-Jahre ein Satellitennetz im niedrigen Erdorbit. Damit soll die Abhängigkeit von US-Anbietern wie SpaceX reduziert werden. Durch die gemeinsame Bewerbung wird der Bieterprozess verkürzt und die Vergabe des Projekts erleichtert.

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Ein Zehn-Milliarden-Euro-Poker beflügelt die Aktien

Branchenkenner schätzen den Auftragswert für das Satellitensystem auf acht bis zehn Milliarden Euro. Die Rollenverteilung innerhalb der Allianz scheint bereits klar umrissen: Rheinmetall bringt seine Expertise in der Systemintegration sowie in militärischer Infrastruktur ein, während Airbus und OHB die technologische Basis und die Serienfertigung der Satellitenplattformen verantworten.

Die Aussicht auf langfristig gesicherte Milliardenumsätze sorgt bei Anlegern für entsprechende Fantasie: Die OHB-Aktie, die am Morgen noch im Einklang mit dem schwachen Gesamtmarkt tendierte, zog gegen Mittag an und schloss den XETRA-Handel mit einem beeindruckenden Zuwachs von 13,72 Prozent auf 257 Euro ab.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: T. Schneider / Shutterstock.com

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09:01 Rheinmetall Buy Jefferies & Company Inc.
08.07.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
08.07.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.07.26 Rheinmetall Buy UBS AG
03.07.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG