AKTIE IM FOKUS: Broadcom-Lauf stößt an Grenzen - Belastungsfaktor für Nasdaq
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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Ausblick des KI-Riesen Broadcom hat den extrem hohen Erwartungen der Anleger am Donnerstag nicht standgehalten. Anleger hatten sich von dem Unternehmen, das in US-Dollar gemessen zum sechstgrößten der Welt geworden ist, schlicht mehr versprochen. Nach dem Vortagsrekord von knapp 500 US-Dollar sackte der Kurs um 15 Prozent bis nahe an die 400-Dollar-Marke ab. Die Aktien zogen die Technologie-Börse Nasdaq nach unten. Der NASDAQ 100 verlor zuletzt ein Prozent.
Die Zahlen, die Broadcom für das vergangene Quartal vorgelegt hatte, trafen zwar am Markt auf positive Stimmen. Analysten sahen jedoch im Ausblick einen Anlass für eine Pause, nachdem sich der Kurs seit April 2025 mehr als verdreifacht hat. Damals konnten die Aktien infolge des ersten Schocks über die Zolldrohungen des US-Präsidenten Donald Trump unter 140 Dollar gekauft werden. Am Mittwoch wurden dann in der Spitze 495 Dollar bezahlt.
Die Vorschusslorbeeren waren damit verteilt. Der Experte Timothy Arcuri von der Bank UBS betonte, der Chipkonzern habe anders als erhofft die KI-Umsatzausblicke für 2026 und 2027 nicht erhöht. Die Messlatte, um immer wieder für positive Überraschungen zu sorgen, liege mittlerweile hoch, kommentierte Blayne Curtis vom Analysehaus Jefferies. Stacy Rasgon von Bernstein Research geht davon aus, dass die Aktien nach ihrer Rally vorerst eine Pause einlegen.
Mehrere Experten sahen in dem Rücksetzer aber auch eine Kaufgelegenheit, zumal die Perspektiven über den kurzfristigen Horizont hinaus bestens seien. Die Dynamik der KI-Geschäfte beschleunige sich dank der starken Auftragseingänge des Chipkonzerns, schrieb Harlan Sur von der Bank JPMorgan. Er blickt nach dem Quartalsbericht noch optimistischer in die Zukunft. Rasgon schrieb, im Jahr 2027 werde die Geschichte wieder interessant.
Broadcom riss am Donnerstag eine ganze Reihe an zuletzt gut gelaufenen Chip-Aktien mit nach unten, darunter mit Arm, Micron (Micron Technology), AMD (AMD (Advanced Micro Devices) ) und Marvell (Marvell Technology) mehrere ganz große Überflieger der vergangenen vier Wochen. Deren Aktien verloren zuletzt bis zu sieben Prozent. Die Titel von NVIDIA fielen um 0,4 Prozent. Sie alle kamen dabei schon wieder etwas vom Tagestief zurück./tih/la/he
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 25.06.26 | Micron Technology Buy | Deutsche Bank AG | |
| 25.06.26 | Micron Technology Outperform | RBC Capital Markets | |
| 25.06.26 | Micron Technology Neutral | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 25.06.26 | Micron Technology Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 15.06.26 | Micron Technology Outperform | RBC Capital Markets |
