Aktie verliert deutlich

Milliardenschwere Kapitalmaßnahme angekündigt: Darum befindet sich die Meta-Aktie im freien Fall


Milliardenschwere Kapitalmaßnahme angekündigt: Darum befindet sich die Meta-Aktie im freien Fall

Der Facebook-Konzern Meta erwägt einem Pressebericht zufolge eine Kapitalerhöhung im Umfang von mehreren zehn Milliarden US-Dollar.

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Das Geld solle in die Entwicklung der KI-Infrastruktur fließen, berichtete die "Financial Times" am Freitag auf ihrer Onlineseite. Meta Platforms hatte Ende April Investitionen von 125 und 145 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Die vorherige Spanne hatte bei 115 bis 135 Milliarden Dollar gelegen. 2025 gab der Konzern vor allem für den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz gut 72 Milliarden Dollar aus.

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Kapitalmaßnahme verstärkt Gewinnmitnahmen: Meta-Aktie tiefrot

Die am Mittwoch schon eingeleitete Gewinnmitnahmen-Welle im US-Tech-Sektor hat am Freitag auch die Aktien von Meta erreicht. Die Titel des Social-Media-Konzerns konnten sich in den vergangenen beiden Tagen noch dagegen stemmen, doch zu Wochenschluss rutschte auch ihr Kurs um bis zu 7 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten ab. Zum Börsenschluss betrug der Abschlag noch 5,51 Prozent auf 593,00 US-Dollar. Auch am Montag stand zum Handelsende ein Minus von 1,28 Prozent auf 585,39 US-Dollar an der Kurstafel.

Als zusätzliche Belastung kamen die Pläne zur milliardenschweren Kapitalerhöhung ans Tageslicht. Nach der jüngsten Mahnung von Anthropic vor einem Kontrollverlust über künstliche Intelligenz scheinen Anleger weiteren Investitionsankündigungen eher mit Skepsis zu begegnen. ein Bericht hinzu, wonach das Unternehmen über eine umfangreiche Ausgabe neuer Aktien nachdenkt. Die "Financial Times" berichtete davon unter Berufung auf Personen, die mit den Plänen vertraut seien. Meta plane dabei mit einem Volumen von mehreren zehn Milliarden Dollar, um die Investitionen in Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) zu erhöhen.

KI-Wettlauf geht weiter: Meta-CEO will Konkurrenz mit Investitionen ausstechen

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Meta-Chef Mark Zuckerberg hat große Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google und Elon Musks KI-Firma xAI bei Künstlicher Intelligenz zu überflügeln. Dafür ist er bereit, viele Milliarden auszugeben - selbst mit dem Risiko, zu viele Rechenzentren-Kapazitäten aufzubauen.

Die Google-Konzernmutter Alphabet hatte am vergangenen Dienstag eine Kapitalerhöhung über 80 Milliarden Dollar angekündigt. Diese dürfte damit eine der größten aller Zeiten sein. Im Zuge des Geschäfts übernimmt auch die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von US-Investorenlegende Warren Buffett Papiere für 10 Milliarden Dollar.

Landgericht Frankfurt verhängt Ordnungsgeld gegen Facebook-Konzern Meta

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Die Pressekammer des Landgerichts Frankfurt hat ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro gegen den Facebook-Konzern Meta wegen seiner schleppenden Löschpraxis verhängt. Laut dem Gericht wurden auf dem Netzwerk falsche Behauptungen über einen im Gazastreifen eingesetzten Soldaten gepostet und dieser zu Unrecht als Kriegsverbrecher bezeichnet. Auch sein Klarname und ein Bild von ihm seien veröffentlicht worden.

Den Angaben zufolge war der Mann gegen diese Einträge in einem Eilverfahren vorgegangen. Daraufhin untersagte die Kammer Meta am 23. März 2026 die Veröffentlichung dieser "wahrheitswidrigen Einträge" auf Facebook und drohte ein Ordnungsgeld an, sollte diese nicht beachtet werden. "Diese Anordnung wurde Meta einen Tag später zugestellt", hieß es.

Da die Einträge zunächst nicht gelöscht worden seien, habe der Soldat den Erlass eines Ordnungsgeldes beantragt. Die Posts seien dann am 8. beziehungsweise 10. April von der Plattform entfernt worden. Jedoch wurde das Ordnungsgeld laut dem Gericht verhängt, da Meta für insgesamt 15 beziehungsweise 17 Tage die Unterlassungs- und Löschungsanordnung nicht beachtet hatte.

Erklärung von Meta wertet das Gericht eher schulderhöhend

"Dieser im Medienzeitalter erhebliche Zeitraum wiegt hier besonders schwer, weil unter Verwendung des Klarnamens und Bildnisses des Antragstellers Falschvorwürfe verbreitet wurden, wonach er Kriegsverbrechen begangen habe", betonte die Kammer. "Es obliegt Meta als Teil eines milliardenschweren Konzerns, seinen Betrieb so zu organisieren, dass die ihm auferlegten Verpflichtungen unverzüglich erfüllt werden können. Das gilt umso mehr, als dafür kein hoher Aufwand betrieben werden müsste."

Entsprechende Angaben von Meta zu internen Verzögerungsprozessen einschließlich Sprachhürden bewertete das Gericht eher als schulderhöhend. "Denn damit räumt Meta ein, strukturelle Fehlorganisationen bewusst aufrechtzuerhalten, die eine unverzügliche Beachtung gerichtlicher Unterlassungsgebote unmöglich machen" hieß es. Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde eingelegt werden.

Eine Stellungnahme von Meta wurde angefragt und lag zunächst nicht vor.

LONDON/NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Valeriya Zankovych / Shutterstock.com, Meta

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DatumRatingAnalyst
03.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Neutral JP Morgan Chase & Co.
02.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy UBS AG
01.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy Jefferies & Company Inc.
01.06.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets
01.06.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets