Aktien Europa: Verluste nach starken Stimmungsdaten weitgehend abgeschüttelt


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Sorgen über die weiter grassierende Pandemie in der Europäischen Union haben am Mittwoch die größten Börsen Europas belastet. Erfreuliche Stimmungsdaten aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor sorgten im Verlauf dann für eine leichte Erholung.

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Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) schüttelte nach drei schwächeren Handelstagen im Verlauf des vierten Tages seine Verluste ab. Kurz vor Mittag zeigte sich der Leitindex der Eurozone mit plus 0,03 Prozent auf 3828,33 Punkte stabil. Der Pariser Leitindex CAC 40 gab um 0,21 Prozent auf 5932,96 Punkte nach. Für den Londoner FTSE 100 ging es um 0,26 Prozent auf 6681,45 Punkte nach unten.

Besonders stark hellte sich die Unternehmensstimmung in Großbritannien auf, wo die Impfaktionen rasch voranschreiten. Wie das Institut IHS Markit mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex deutlich in den Wachstumsbereich. Auch in der Eurozonen verbesserte sich die Unternehmensstimmung und signalisiert wieder Wachstum.

"Was für ein Zahlenwerk! Da reibt man sich selbst als Ökonom verwundert die Augen", kommentierte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein. "Die Stimmung in der Industrie könnte kaum besser sein." Dennoch komme es auf eine erfolgreiche Impfstrategie an. Die EU stehe vor einem entscheidenden Vertrauensbeweis. "Ob die deutlich verbesserte Wirtschaftsstimmung länger trägt, hängt entscheidend von der im zweiten Quartal richtig in Fahrt kommenden Impfkampagne ab."

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Besonders stark zeigte sich zur Wochenmitte der Technologie-Sektor, der im Branchentableau des Stoxx Europe 600 um 1,9 Prozent stieg. Umfangreiche Investitionspläne des US-Chipgiganten Intel waren der Auslöser. In Arizona will Intel zwei neue Fabriken für insgesamt rund 20 Milliarden US-Dollar errichten. Davon profitierten an der EuroStoxx-Spitze ASML (ASML NV) mit plus 5,3 Prozent. Der Hersteller von Lithographiesystemen für die Halbleiterbranche zählt Intel zu seinen Kunden. Sehr stark zeigten sich auch ASM International (ASMI), ein niederländischer Hersteller von Produktionsanlagen für die Chipindustrie mit plus 7,2 Prozent. ams gewannen in Zürich 2,2 Prozent.

Leonardo (Leonardo) sackten indes an der Mailänder Börse um rund 6 Prozent ab. Der italienische Rüstungskonzern verschiebt den geplanten Börsengang der US-Sparte DRS.

In Zürich ging es zugleich für die Aktie des Händlers von Reisedetails, Dufry, angesichts von Umfinanzierungen und der damit verbundenen Ausgabe einer Wandelanleihe um knapp 7 Prozent abwärts.

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Auch Analystenurteile bewegten. Eine Hochstufung durch JPMorgan von Ferrovial (Ferrovial SA) auf "Overweight", ließ die Aktie des spanischen Bauunternehmens um 3,3 Prozent steigen. Der Anteilsschein des Versorgers Engie (Engie (ex GDF Suez)), von der britischen Bank HSBC auf "Hold" abgestuft, gaben um knapp 2 Prozent nach./ck/jha/

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