Aktien Frankfurt Ausblick: Auszeit nach jüngster Rekordjagd


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seiner jüngsten Rekordjagd könnte der Dax (DAX 30) am Dienstag zunächst eine Verschnaufpause einlegen. Die vorbörslichen Signale deuten aktuell auf einen hauchdünnen Rücksetzer hin, nachdem der deutsche Leitindex am Vortag seinen bisher höchsten Stand in diesem Jahr erreicht hatte. Börsianer schielen deshalb bereits auf die Bestmarke bei knapp 13 600 Punkten aus dem Januar 2018.

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Gut eine Stunde vor der Eröffnung signalisierte der X-Dax (DAX 30) als Indikator für den deutschen Leitindex ein leichtes Minus von 0,13 Prozent auf 13 390 Punkte. Die Anleger blieben aber weiterhin euphorisch, erklärten Marktbeobachter am Morgen. Die jüngste Annäherung der beiden Kontrahenten im Zollstreit, USA und China, gibt den Börsen weltweit derzeit neue Kraft, ebenso wie der Ausgang der Wahl in Großbritannien. Rückenwind kommt aktuell auch von den Überseebörsen: Asiens Handelsplätze notierten am Dienstag durch die Bank fest, am Abend zuvor hatte sich auch an der Wall Street die Jagd nach neuen Rekorden fortgesetzt.

Schub brachten zuletzt weitere Entspannungssignale im Zollstreit. Nach der Teileinigung im Handelskrieg hatte die Regierung in Peking zusätzlich angedrohte Vergeltungszölle auf US-Waren nun auch formal außer Kraft gesetzt. Die ursprünglich für Sonntag geplanten Strafzölle wurden aufgehoben.

In London kommt unterdessen an diesem Dienstag erstmals nach dem Wahlsieg der Tories das Parlament in seiner neuen Formation zusammen. Da die konservative Partei von Premierminister Boris Johnson nun die Mehrheit der Sitze innehat, wird an der Börse erwartet, dass die Abgeordneten das Brexit-Vorhaben nun endlich abnicken. Johnson will über sein Abkommen zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) bereits an diesem Freitag abstimmen lassen. Das Brexit-Debakel gilt neben dem Zollstreit als einer der gewichtigsten Bremsklötze für die internationalen Handelsplätze.

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Auf Unternehmensseite geraten Airbus (Airbus SE (ex EADS)) in den Fokus, nachdem der Konkurrent Boeing einen vorübergehenden Produktionsstopp für seinen Unglücksflieger 737-Max verkündet hat.

Auch könnten die Aktien des Elektronikhändlers Ceconomy (Ceconomy St) nach endgültigen Jahreszahlen einen Blick wert sein. Mit einem erneuten Dividendenausfall für dieses Jahr bereitet das Unternehmen seinen Anlegern abermals eine Enttäuschung, verspricht aber einen Ergebnisanstieg für das neue Geschäftsjahr.

Vorbörslich stark präsentierten sich die Bayer-Papiere nach einer Kaufempfehlung durch die Berenberg-Bank. Analyst Sebastian Bray rechnet mit einer baldigen Einigung im Glyphosat-Streit. Der Konzern hatte erst am Vortag mitgeteilt, dass er in einem weiteren Verfahren um den Unkrautvernichter Berufung eingelegt hat. Auch Rheinmetall waren nach einer positiven Analystenstudie durch Goldman Sachs gefragt.

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In den hinteren Börsenreihen könnte der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus nach dem Weggang des Unternehmenschefs in den Blick geraten, ebenso wie die Immobiliengesellschaft Corestate: Unternehmenschef Ralph Winter trennt sich in einer Privatplatzierung von einem Großteil seiner Aktien./tav/fba

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