Aktien Frankfurt: Dax macht Kursrutsch vom Wochenanfang fast wett


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Schnäppchenjäger und vorerst etwas geringere Sorgen vor einem Kollaps des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande haben dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch Kursgewinne beschert. Mit Spannung warteten die Anleger zudem auf die am Abend anstehenden geldpolitischen Signale der US-Notenbank Fed.

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Der Leitindex Dax (DAX 40) gewann gegen Mittag 0,56 Prozent auf 15 433,83 Punkte. Damit sind die seit Wochenbeginn verbuchten Verluste größtenteils wieder aufgeholt. Auch der MDAX der mittelgroßen Börsenwerte präsentierte sich zur Wochenmitte recht freundlich mit plus 0,23 Prozent auf 35 067,17 Zähler. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) gewann 0,7 Prozent.

Die Sorgen um die Schieflage von Evergrande belasteten die Kurse am Mittwoch zunächst kaum weiter. Nach eigenen Angaben verschaffte sich Evergrande inzwischen etwas Luft, indem eine Vereinbarung mit inländischen Gläubigern zur Zahlung von Zinsen für eine Anleihe mit Fälligkeit am Donnerstag getroffen wurde. An den chinesischen Festlandsbörsen hielten sich die Kursverluste am Mittwoch nach der Feiertagspause auch in Grenzen, während in Hongkong kein Handel stattfand. "Es sieht so aus, als hätten diejenigen, die verkaufen wollten, das bereits am Montag in Hongkong gemacht", sagte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Am Abend könnte nun die Fed nach Einschätzung vieler Experten eine geldpolitische Wende einläuten. Bei hoher Inflation und Fortschritten am Arbeitsmarkt rechnen sie damit, dass die zur Konjunkturstütze in der Pandemie initiierten Anleihekäufe bald gemindert werden - das sogenannte Tapering. Was die Marktteilnehmer nun besonders interessiert, sind Hinweise für den genauen Zeitplan dafür.

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Im Dax waren die Aktien der Deutschen Post (Deutsche Post) mit minus 1,7 Prozent unter den größten Verlierern, nachdem am Vorabend der US-Wettbewerber FedEx mit seinem Gewinn die Markterwartungen verfehlt und die Prognose gesenkt hatte.

Ströer (Ströer SECo) verteuerten sich im MDax um fünf Prozent. Analyst Marcus Diebel von JPMorgan bleibt optimistisch für den Außenwerbe-Sektor, der von anziehendem Passagieraufkommen an Flughäfen und Bahnhöfen sowie wiederbelebten Innenstädten profitieren dürfte.

Die Titel des IT-Dienstleisters Bechtle sanken nach einer vom Bankhaus Metzler gestrichenen Kaufempfehlung um mehr als vier Prozent. Die Papiere der Lufthansa wurden im Zuge der Kapitalerhöhung ex-Bezugsrechte gehandelt.

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Im Nebenwerteindex SDAX rutschten die Titel des Biokraftstoffherstellers Verbio (VERBIO Vereinigte BioEnergie) nach einem enttäuschenden Ausblick um mehr als 14 Prozent ab. Die Papiere zählen seit Monaten zu den Höhenfliegern am deutschen Aktienmarkt. Nun machten die Anleger Kasse./ajx/men

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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