AKTIEN IM FOKUS 3: Rüstungsbranche überwiegend gefragt mit Iran-Krieg


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(neu: Kurse)

FRANKFURT/PARIS/LONDON/MAILAND/NEW YORK (dpa-AFX) - Aktien aus der Rüstungsbranche sind am Montag gegen die allgemeine Kursschwäche an Europas Börsen überwiegend gekauft worden. Auch in New York waren diese Werte gefragt. Sie gelten als potenzielle Profiteure der Eskalation im Nahen Osten.

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Im MDax stemmten sich HENSOLDT sowie RENK mit Gewinnen von zuletzt 4,9 und 3,5 Prozent gegen den schwachen Markt. Die Papiere des U-Boot-Herstellers TKMS (TKMS thyssenkrupp Marine Systems) drehten zwar mit 0,8 Prozent ins Minus, lagen damit im Index der mittelgroßen deutschen Börsenunternehmen aber immer noch vergleichsweise weit vorn. Ähnliches galt - ungeachtet der Kursverluste von 1,8 Prozent - für die Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall im Leitindex Dax.

"Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran und die anschließenden Vergeltungsschläge dürften den Blick von Investoren auf Raketenabwehrsysteme richten", schrieb Analyst Charles Armitage von der Citigroup. Zudem dürften die USA die Rüstungsausgaben aufstocken. Er nannte unter anderen die Systeme Iris-T SLM der Hersteller Diehl und Hensoldt sowie das System Skyranger von Rheinmetall.

"Die Eskalation der Spannungen in der Region sollte den Aktien der europäischen Verteidigungsbranche weitere Unterstützung verleihen", schrieb Chloe LeMarie von der Investmentbank Jefferies. Der Konflikt komme zu zahlreichen ohnehin schon existierenden geopolitischen Spannungen hinzu.

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Auch in Europa waren Rüstungstitel gefragt. Die Papiere von BAE Systems führten mit plus 5,1 Prozent die Gewinnerliste im britischen FTSE 100 an und erreichten ein Rekordhoch. Mit einem Umsatzanteil von 50 Prozent in den USA würde der breit aufgestellte Waffenproduzent unter den europäischen Herstellern am stärksten von höheren Rüstungsausgaben der USA profitieren, so Charles Armitage von der Citigroup.

Dem französischen Branchenkollegen Thales reichte ein Kursanstieg um 0,9 Prozent für einen der vorderen Plätze im französischen Cac 40. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Radarsysteme und unterstützt Streitkräfte bei der Sicherung kritischer Infrastruktur. In Mailand gewannen Aktien von Leonardo 3,3 Prozent. Der Technologiekonzern stellt Hubschrauber und Militärflugzeuge sowie elektronische Überwachungssysteme her.

In den USA gewannen die Rüstungsaktien RTX (Raytheon Technologies) 3,6 Prozent und die von Lockheed Martin 2,2 Prozent. Lockheed beliefert die US-Armee mit dem THAAD-Raketenabwehrsystem./bek/tih/gl/nas/jha/

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