Aktien von Micron & Co. im Blick: SK hynix könnte für Beruhigung im Chipsektor sorgen
Im Chipsektor versucht SK hynix am Mittwoch die Stimmung wieder zu bessern.
Werte in diesem Artikel
Die Gewinnmitnahmen, die am Vortag in Europa und den USA wegen steigenden Marktzinsen das Bild geprägt hatten, waren am Mittwoch im asiatischen Handel zwar zunächst weiter gegangen - mit einem Kursrutsch um fast zehn Prozent bei dem koreanischen Chipriesen. Nach dem Handelsschluss in Seoul hatte SK hynix für seine Anleger jedoch eine erste Beruhigungspille parat mit der Ankündigung eines 29 Milliarden Dollar schweren Aktienrückkauf-Pakets.
Die in den USA gehandelten Anrechtsscheine von SK hynix ziehen daraufhin an der NASDAQ zeitweise um 1,03 Prozent auf 157,22 US-Dollar an. Die großen Chipkonzerne an der New Yorker Nasdaq geben derweil dennoch nach. Papiere von NVIDIA geben dort zeitweise 0,33 Prozent auf 219,02 US-Dollar nach. Für die Papiere von Micron Technology geht es 1,55 Prozent auf 926,17 US-Dollar runter.
Bei deutschen Werten zeigte sich die Stabilisierung ebenfalls nicht, denn Infineon, AIXTRON, SUSS MicroTec sowie Siltronic schlossen im Minus.
Den Auslöser der jüngsten Kursrückgänge bei Werten mit KI-Fantasie liegt laut der LBBW "am langen Ende der Zinskurve". Die Finanzierungskosten der großen Technologieunternehmen stiegen mit den Langfristrenditen, und damit rücke die Frage in den Vordergrund, ob die angekündigten Investitionsprogramme in diesem Zinsumfeld Bestand haben. Dazu beigetragen habe am Montag auch, dass der Golf-Konflikt mit anziehenden Ölpreisen weiter Inflationssorgen nährt.
Gerade Technologiewerte gelten als sehr zinssensitiv, unter anderem wegen umfangreich fremdfinanzierter Investitionen. Einen vielleicht rettenden Umstand sieht der Marktexperte Stephen Innes darin, dass der Markt einen Großteil der spekulativen Überhitzung im Sektor bereits während des Einbruchs im Juli bereinigt haben dürfte. Damit sollte eine Talfahrt, sollte sie denn weiter gehen, nicht ganz so heftig werden.
Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte zuletzt das höchste Niveau von 2007. "Da lässt sich die Kostenfrage kaum noch ausblenden", so Innes. Unangenehm werde die Sachlage auch deshalb, weil die KI inzwischen vielleicht selbst dazu beitrage, ihre eigenen Finanzierungskosten in die Höhe zu treiben. Die Hyperscaler mit ihren Rechenzentren konkurrierten nämlich mit Regierungen um langfristiges Kapital. Für den Sektor sei dies "ein fataler Rückkopplungseffekt". Generell bleibe die KI-Story aber intakt, so Innes weiter.
/tih/ag/stk
FRANKFURT (dpa-AFX)
Ausgewählte Hebelprodukte auf AIXTRON
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf AIXTRON
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Sundry Photography / Shutterstock.com
