ANALYSE: JPMorgan sieht starke Argumente für anhaltenden KI-Investitionszyklus


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Experten von JPMorgan rechnen nach der Berichtssaison zum zweiten Quartal mit weiterhin hohen KI-Investitionen durch Unternehmen. Die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Cloud-Bereich und erste Erfolge bei der Monetarisierung von KI-Ausgaben bildeten die Grundlage für einen anhaltenden Investitionszyklus in KI-Infrastruktur, argumentierte Analyst Harlan Sur in einer aktuellen Studie.

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Die Ausgangslage im Sektor bleibe daher kurz- bis mittelfristig stark. Aktualisierte Schätzungen implizierten einen Anstieg der Ausgaben um 42 Prozent im zweiten Halbjahr 2026 gegenüber dem ersten Halbjahr, betonte der Experte. Viel davon sei aber im Vorfeld der Ergebnisse für das zweite Quartal schon berücksichtigt worden, sodass sich damit nicht zwangsläufig eine wesentliche Änderung der allgemeinen Einschätzung der KI- und Cloud-Dynamik ergebe.

Es gebe aber zwei wichtige Erkenntnisse aus den zurückliegenden Berichten der Hyperscaler, die eine starke Basis bildeten für Wachstumsdynamik, die über die aktuellen Erwartungen hinausgehe. So zeigten die Unternehmen sowohl erste Anzeichen erfolgreicher Monetarisierung als auch verbesserter Rentabilität ihrer Investitionen in Cloud- und KI-Lösungen. Sur geht davon aus, dass diese Trends sich fortsetzen. Die Nachfrage nach Rechenleistung übersteige weiterhin das verfügbare Angebot.

Dieses Umfeld sorge für ein äußerst aussichtsreiches Nachfrageumfeld für Unternehmen wie NVIDIA oder AMD (AMD (Advanced Micro Devices) ) im Bereich der für KI wichtigen Grafikprozessoren. Die Erwartungen an Broadcom und Marvell Technology hätten wegen maßgeschneiderten KI-Beschleunigern (ASICs) Luft nach oben. Micron (Micron Technology) und SanDisk nennt Sur als wichtigste Profiteure im Speichersegment.

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Für die zuvor genannten Unternehmen votiert JPMorgan fast ausschließlich mit "Overweight", nur für AMD steht die Investmentbank aktuell mit "Neutral" an der Seitenlinie. Gemäß der Einstufung "Overweight" geht die US-Bank davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten besser als der jeweilige Sektor entwickeln wird./tih/ag/mis

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