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Micron-Aktie setzt Rekordlauf fort: Analysten sehen weiteres Potenzial - auch dank NVIDIAs PC-Chip


Micron-Aktie setzt Rekordlauf fort: Analysten sehen weiteres Potenzial - auch dank NVIDIAs PC-Chip

Die Micron-Aktie setzt ihre Rekordrally auch am Dienstag fort. Die Neubewertung könnte laut Analysten noch nicht abgeschlossen sein, denn sie sehen noch weiteres Potenzial.

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• Micron-Aktie mit Verschnaufpause nach neuem Allzeithoch über 1.000 US-Dollar
• Speicherchiphersteller profitiert von KI-Boom und voraussichtlich auch von NVIDIAs neuem PC-Chip
• Analysten bleiben extrem bullish und schrauben Kursziele hoch

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Die Aktie von Micron Technology zeigte sich in den vergangenen Handelstagen außergewöhnlich stark und konnte am Montag an der US-Börse NASDAQ erstmals die Marke von 1.000 US-Dollar übersteigen. Dabei markierte das Papier im Handelsverlauf ein neues Allzeithoch bei 1.046,97 US-Dollar und schloss letztlich 6,64 Prozent stärker bei 1.035,50 US-Dollar. Am Dienstag schien sich die Micron-Aktie nach der jüngsten Rekordrally zunächst eine Pause zu gönnen, drehte im Verlauf aber auf grünes Terrain: Im Haupthandel legte der Anteilsschein um 2,76 Prozent auf 1.064,10 US-Dollar zu. Bei 1.076,52 US-Dollar gab es sogar ein neues Rekordhoch.

Wenn es nach mehreren Analysten geht, dürfte es sich dabei jedoch nur um ein kurzes Verschnaufen vor einem weiteren Anstieg handeln. Denn viele Experten bleiben weiterhin bullish und sehen noch Aufwärtspotenzial für die Aktie, die seit Jahresbeginn bereits um 262,81 Prozent gestiegen ist.

Ein Markt im Zeichen der KI: Vom Zyklus zur strukturellen Knappheit

Ausgangspunkt der aktuellen Rally war die stark steigende Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren. Micron profitiert dabei insbesondere von Hochleistungsspeichern wie DRAM und High Bandwidth Memory (HBM), die in modernen KI-Systemen als kritische Infrastrukturkomponente gelten. Dabei verweisen Analysen darauf, dass zentrale HBM-Kapazitäten für 2026 bereits weitgehend ausverkauft seien und die Preisgestaltung zunehmend über langfristige Verträge abgesichert werde. Damit verschiebt sich Microns Rolle im Marktbild - weg vom klassischen zyklischen Speicherhersteller, hin zu einem Anbieter mit temporärer Preissetzungsmacht.

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Der sogenannte "NVIDIA-Effekt" verstärkt diese Entwicklung zusätzlich. Gemeint ist damit der indirekte Nachfragehebel, der durch die dominierende Stellung von NVIDIA im KI-Hardwaremarkt entsteht. Jede neue GPU-Generation für Rechenzentren - etwa in den Plattformen von NVIDIA - erhöht nicht nur die Nachfrage nach Rechenleistung, sondern auch den Bedarf an hochperformantem Speicher pro Einheit deutlich.

Zusätzlich könnte Micron laut "MarketWatch" auch von NVIDIAs neuem Vorstoß in den Markt für PC-Chips profitieren. So verwies Stifel-Analyst Brian Child gegenüber der Nachrichtenseite darauf, dass der von NVIDIA am Montag vorgestellte RTX Spark-Chip für Windows-Notebooks und Desktops eine bessere Effizienz als ein durchschnittlicher PC-Prozessor sowie eine höhere Speicherkapazität biete - wovon voraussichtlich insbesondere Speicherchips von Micron profitieren dürften.

Analysten treiben die Bewertung der Micron-Aktie auf neue Extremwerte

Auch die Einschätzungen anderer Analysten für Micron Technology werden zunehmend bullisher. Nachdem vor einiger Zeit bereits die UBS ihr Kursziel auf 1.625 US-Dollar verdreifachte, schraubten nun auch andere Experten ihre Erwartungen nach oben. So hat etwas Melissa Fairbanks von Raymond James ihr Kursziel für die Micron-Aktie am Montag von 530 US-Dollar auf 1.100 US-Dollar mehr als verdoppelt. Sie nannte dabei laut "MarketWatch" die Kombination aus KI-getriebener Nachfrage und "verknapptem" Angebot an Speicherchips als Basis für einen langfristig höheren Bewertungsrahmen. So dürfte beides voraussichtlich noch bis in die Jahre 2027 und 2028 anhalten, was es Micron ermöglichen sollte, hohe Preisniveaus beizubehalten.

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Analyst Gil Luria von D.A. Davidson hob sein Ziel für den Anteilsschein unterdessen bereits Ende Mai auf 1.500 US-Dollar an und argumentierte laut der Nachrichtenseite, dass Micron gemeinsam mit SK hynix und Samsung faktisch einen oligopolistischen Markt für KI-Speicher kontrolliere. Ihm sei auch "keine aufkommende Konkurrenz bekannt", zumal ein Markteintritt den Aufbau einer neuen Fertigungsanlage erfordern würde, deren Bau mehrere Jahre dauern könne.

Insgesamt raten von 30 bei "TipRanks" erfassten Analysten 27 zum Kauf der Micron-Aktie. Die drei übrigen Experten empfehlen, das Papier zu halten. Verkaufsempfehlungen gibt es nicht, allerdings liegt das durchschnittliche Kursziel mit 825,37 US-Dollar klar unter dem aktuellen Kurs der Micron Technology-Aktie. Angesichts der zahlreichen Kurszielanhebungen durch Analysten in den vergangenen Tagen ist jedoch zu erwarten, dass auch andere Investmenthäuser, die dies bislang noch nicht getan haben, in naher Zukunft noch eine Neueinstufung des Papiers vornehmen werden.

Dennoch dürfte angesichts des jüngsten Rekordlaufs bereits ein großer Teil der Erwartungen in den Kurs der Micron-Aktie eingepreist sein. Anleger sollten sich daher darüber bewusst sein, dass in Zukunft bereits kleine Abweichungen bei Wachstum oder Margen überproportionale Kursreaktionen auslösen könnten. Als nächste Bewährungsprobe für die Micron-Aktie kann daher der Quartalsbericht für das dritte Geschäftsquartal 2026 angesehen werden, der für den 24. Juni erwartet wird. Dann wird sich zeigen, ob die Speicherchip-Nachfrage den Erwartungen tatsächlich gerecht werden konnte.

Carolin Ludwig, Benedict Kurschat, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Charles Knowles / Shutterstock.com, Sundry Photography / Shutterstock.com

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